Aktuelle Meldungen aus Politik, Wirtschaft und Justiz
Die FRIEDRICH VORWERK Unternehmensgruppe hat den insolventen Wasserstoff- und Erdgasspezialisten Meter-Q Solutions übernommen. Der Standort Friedberg und 15 von 17 Arbeitsplätzen bleiben erhalten.
Das Bundeskartellamt hat den Erwerb von jeweils 49 Prozent an der Hirtenberger- und der Rába-Gruppe durch die CZECHOSLOVAK GROUP genehmigt. Die Behörde sieht wegen geringer Überschneidungen der Produktportfolios keine wettbewerblichen Bedenken.
Der Möbelanbieter DOMO Collection GmbH hat wegen Liquiditätsschwierigkeiten Insolvenz angemeldet. PLUTA-Rechtsanwalt Dr. Christian Kaufmann wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt; auch die polnische Produktionsgesellschaft befindet sich im Verfahren.
Die Wittrock-Gruppe übernimmt den insolventen Arbeitsbühnen-Spezialisten WOB-SKY aus Wolfsburg rückwirkend zum 1. August 2026. Standort, Geschäftsbetrieb und alle 15 Arbeitsplätze bleiben erhalten; das Unternehmen firmiert künftig als WOB-TEC GmbH.
Die Immobilienpreise in Deutschland haben sich im zweiten Quartal 2026 uneinheitlich entwickelt. Wohnimmobilien verteuerten sich im Jahresvergleich um 1,9 Prozent, während Büro- und Einzelhandelsimmobilien im Preis nachgaben.
Der Preisschock infolge des Nahost-Konflikts belastet nach einer ifo-Studie vor allem einkommensschwache Haushalte in Deutschland. Haushalte im untersten Einkommensdezil verlieren im Schnitt 2,87 Prozent ihres verfügbaren Einkommens, die reichsten Haushalte dagegen nur 0,65 Prozent.
Für die insolvente DORMA-Glas GmbH ist eine Investorenlösung gefunden worden. Die DG-Glas GmbH übernimmt Geschäftsbetrieb und wesentliche Vermögenswerte; der Standort Bad Salzuflen und der weit überwiegende Teil der rund 210 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben.
Die Bundesbank hat im ersten Halbjahr 2026 rund 30.000 falsche Euro-Banknoten festgestellt – 4,3 Prozent weniger als im vorherigen Halbjahr. Auffällig ist der starke Anstieg gefälschter 100-Euro-Scheine um 61 Prozent.
Die Produktion im deutschen Produzierenden Gewerbe ist im Juni 2026 nur um 0,2 Prozent gestiegen. Während die Automobilindustrie um 3,6 Prozent zulegte, sank die Produktion im Maschinenbau um 3,9 Prozent.
Die deutschen Exporte sind im Juni 2026 um 0,9 Prozent auf den Rekordwert von 139,3 Milliarden Euro gestiegen. Die Ausfuhren in die USA brachen gegenüber Mai allerdings um 14,2 Prozent ein.
47,3 Prozent der Selbständigen in Deutschland klagen laut ifo über fehlende Aufträge. Mehr als jeder fünfte Solo-Selbständige und Kleinstunternehmer sieht seine wirtschaftliche Existenz akut gefährdet.
Das Wohnbauprojekt F40 in Stuttgart ist trotz der Insolvenz des Bauträgers Fiwoim fertiggestellt und an die Eigentümergemeinschaft übergeben worden. Ein Massedarlehen der finanzierenden Bank ermöglichte die Fortführung, der vorgesehene Kostenrahmen wurde eingehalten.
Die Zahl der Firmeninsolvenzen blieb im Juli mit 1.689 Fällen auf sehr hohem Niveau und lag 75 Prozent über dem Vor-Corona-Durchschnitt. Die Frühindikatoren des IWH erreichten einen neuen Höchststand und sprechen auch für die kommenden Monate gegen eine Entspannung.
Das Bundeskartellamt hat wegen bundesweiter Kunden-, Preis- und Submissionsabsprachen bei Straßenreparaturen Bußgelder von rund 60,3 Millionen Euro verhängt. Die beteiligten Unternehmen teilten sich über Jahre Aufträge öffentlicher und privater Auftraggeber untereinander auf.
Kfz-Mechatroniker bei Männern und medizinische Fachangestellte bei Frauen waren 2025 erneut die beliebtesten dualen Ausbildungsberufe. Insgesamt sank die Zahl der Neuverträge um 2,8 Prozent, während deutlich mehr ausländische Auszubildende eine Ausbildung begannen.
Die Auftragseingänge der deutschen Industrie sind im Juni 2026 um 3,1 Prozent gestiegen, vor allem wegen Großaufträgen im Maschinenbau und in der Elektronikindustrie. Ohne Großaufträge gingen die Bestellungen um 0,5 Prozent zurück.
Der Umsatz im deutschen Dienstleistungssektor ist im Mai 2026 gegenüber dem Vormonat real um 1,5 Prozent gestiegen. Besonders deutlich legten die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen sowie das Grundstücks- und Wohnungswesen zu.
Die US-Importe deutscher Stahl- und Aluminiumwaren sind infolge hoher Zusatzzölle um 10,5 Prozent gesunken. Noch stärker brachen die Einfuhren aus China ein, während Länder wie Thailand, Vietnam und Indien Marktanteile gewannen.