
München, 24. Juni 2026 (JPD) Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juni leicht aufgehellt. Der Geschäftsklimaindex des ifo Instituts stieg von 85,0 auf 85,6 Punkte. Sowohl die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage als auch die Erwartungen für die kommenden Monate verbesserten sich. Nach Angaben des Instituts hoffen viele Unternehmen auf eine Entspannung der weltpolitischen Lage und bewerten das wirtschaftliche Umfeld als weniger unsicher.
Im Verarbeitenden Gewerbe legte der Index zu. Ausschlaggebend waren vor allem deutlich weniger pessimistische Geschäftserwartungen. Die Einschätzung der aktuellen Lage verschlechterte sich hingegen leicht. Belastend wirkte weiterhin die schwache Auftragslage, da die Zahl der Neuaufträge erneut zurückging.
Auch im Dienstleistungssektor verbesserte sich das Geschäftsklima. Die Unternehmen zeigten sich deutlich zufriedener mit ihren laufenden Geschäften. Die Erwartungen blieben jedoch nahezu unverändert und weiterhin von Skepsis geprägt. Positiv entwickelte sich insbesondere der Bereich Transport und Logistik, während die Lage im Tourismus weiterhin angespannt blieb.
Im Handel setzte sich die Erholung fort. Sowohl die Bewertung der aktuellen Geschäftslage als auch die Erwartungen für die kommenden Monate verbesserten sich. Dennoch sieht das ifo Institut den Sektor weiterhin vor erheblichen Herausforderungen.
Im Bauhauptgewerbe stieg das Geschäftsklima ebenfalls. Die Unternehmen blickten weniger pessimistisch auf die kommenden Monate, während die Einschätzung der aktuellen Lage unverändert blieb. Als zentrales Problem nannten viele Betriebe weiterhin fehlende Aufträge.
Mit dem erneuten Anstieg des Geschäftsklimas setzt sich die vorsichtige Stabilisierung der deutschen Wirtschaft fort. Das Niveau des Index liegt jedoch weiterhin deutlich unter den Werten früherer Wachstumsphasen.





