Kreativprodukte-Hersteller Gonis stellt Insolvenzantrag – Geschäftsbetrieb läuft weiter

Ludwigsfelde, 23. Juni 2026 (JPD) Das Amtsgericht Potsdam hat für die Gonis GmbH die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Gericht Christian Graf Brockdorff von der Restrukturierungs- und Insolvenzkanzlei BBL Brockdorff. Der Geschäftsbetrieb des Herstellers von Bastel- und Kreativprodukten läuft nach Angaben des Unternehmens uneingeschränkt weiter.

Der Beschluss wurde bereits am 17. Juni 2026 erlassen. Seitdem analysiert das Team um Graf Brockdorff die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und prüft mögliche Sanierungsoptionen. Aussagen über die weiteren Erfolgsaussichten seien derzeit noch nicht möglich, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter mit.

Für die 19 Beschäftigten wurde Insolvenzgeld bei der Bundesagentur für Arbeit beantragt. Darüber hinaus arbeitet die Gesellschaft mit rund 1.000 selbstständigen Beraterinnen im Direktvertrieb zusammen, die auf Provisionsbasis tätig sind. Mit ihnen führt das Unternehmen derzeit Gespräche.

Die Gonis GmbH mit Sitz in Ludwigsfelde vertreibt seit mehr als 60 Jahren Bastel- und Kreativprodukte im Direktvertrieb. Das Unternehmen ist in Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz aktiv. Im Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete es nach eigenen Angaben einen Umsatz von rund vier Millionen Euro.

Als Ursache für den Insolvenzantrag nennt das Unternehmen die schwierige wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Monate. Ziel des nun eingeleiteten Verfahrens ist die Prüfung von Sanierungs- und Fortführungsmöglichkeiten.

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