
München, 24. Juni 2026 (JPD) Die Kraftstoffpreise in Deutschland sind in der vergangenen Woche erneut spürbar gesunken. Nach Angaben des ADAC kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Durchschnitt derzeit 1,817 Euro und damit 3,7 Cent weniger als vor einer Woche. Der Dieselpreis fiel sogar um 6,6 Cent auf durchschnittlich 1,731 Euro je Liter.
Damit haben die Spritpreise wieder das Niveau erreicht, das vor beziehungsweise kurz nach Beginn des jüngsten Konflikts im Nahen Osten verzeichnet worden war. Zugleich vergrößert sich der Preisabstand zwischen Benzin und Diesel weiter.
Trotz des Rückgangs bewertet der ADAC das aktuelle Preisniveau weiterhin als zu hoch. Dabei verweist der Automobilclub darauf, dass die derzeitigen Preise noch von dem bis zum 30. Juni geltenden Tankrabatt profitieren. Die befristete Senkung der Energiesteuer reduziert die Kraftstoffpreise aktuell um rund 17 Cent pro Liter.
Nach Einschätzung des ADAC wäre angesichts eines Brent-Ölpreises von rund 77 US-Dollar pro Barrel weiteres Potenzial für Preisnachlässe vorhanden. Zwar habe der Euro gegenüber dem US-Dollar zuletzt an Wert verloren und den niedrigsten Stand seit etwa einem Jahr erreicht, dennoch seien die aktuellen Kraftstoffpreise nicht vollständig durch die Marktbedingungen erklärbar.
Mit dem Auslaufen des Tankrabatts zum Monatswechsel rechnet der ADAC mit einem deutlichen Anstieg der Preise an den Zapfsäulen. Benzin und Diesel dürften demnach Anfang Juli kurzfristig um rund 17 Cent pro Liter teurer werden.
Autofahrern empfiehlt der Club daher, den Tank noch vor Ende der Steuervergünstigung zu füllen. Besonders günstig könnte das Tanken demnach am 29. Juni vor dem üblichen mittäglichen Preisanstieg sein. Bereits am 30. Juni könnten Mineralölunternehmen die Preise vorsorglich anheben, um sich auf den Wegfall des Tankrabatts einzustellen.






