
Wiesbaden, 22. Juni 2026 (JPD) Der öffentliche Dienst in Deutschland ist im Jahr 2025 weiter gewachsen. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes waren zum Stichtag 30. Juni 2025 rund 5,5 Millionen Menschen im Staatsdienst beschäftigt. Das waren 95.100 Beschäftigte oder 1,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Damit arbeitete etwa jede achte erwerbstätige Person in Deutschland im öffentlichen Dienst.
Den größten Personalbestand verzeichneten erneut die allgemeinbildenden und beruflichen Schulen. Dort waren 2025 insgesamt 1,07 Millionen Menschen beschäftigt, ein Plus von 19.000 Personen beziehungsweise 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Beamtinnen und Beamten stieg um 17.200 auf 712.700, während die Zahl der Angestellten lediglich um 1.800 auf 356.900 zunahm. Besonders deutlich wirkte sich die Verbeamtung von Lehrkräften in Berlin aus, wo die Zahl der Beamtinnen und Beamten an Schulen um 5.900 stieg.
Auch in den kommunalen Kindertageseinrichtungen setzte sich der Personalaufbau fort. Ende Juni 2025 waren dort 298.000 Menschen beschäftigt – 7.500 mehr als ein Jahr zuvor. Der Zuwachs fiel allerdings geringer aus als in den Vorjahren. Langfristig hat sich die Zahl der Erzieherinnen und Erzieher seit 2010 nahezu verdoppelt und stieg um 96 Prozent.
An den Hochschulen einschließlich der Universitätskliniken nahm die Beschäftigtenzahl ebenfalls zu. Dort arbeiteten Ende Juni 2025 insgesamt 651.300 Menschen, 13.900 beziehungsweise 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Vergleich zu 2010 entspricht dies einem Anstieg um 39 Prozent.
Das Statistische Bundesamt verweist damit erneut auf die anhaltend hohe Personalnachfrage insbesondere in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Kinderbetreuung. Insgesamt entfielen rund zwölf Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland auf den öffentlichen Dienst.





