Martin Sander wird Vorsitzender Richter am Hessischen Verwaltungsgerichtshof

Kassel, 27. August 2026 (JPD). Martin Sander ist neuer Vorsitzender Richter am Hessischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel. Der Präsident des Gerichts, Dr. h.c. Schönstädt, überreichte ihm am Donnerstag die Ernennungsurkunde des Hessischen Staatsministers der Justiz und für den Rechtsstaat.

Das Präsidium des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs hat Sander den Vorsitz im 9. Senat übertragen. Dieser ist unter anderem für Verfahren aus dem Luftverkehrsrecht, dem Immissionsschutzrecht und dem Recht der Windenergieanlagen zuständig.

Der 1977 in Leinefelde geborene Jurist studierte Rechtswissenschaften an der Georg-August-Universität Göttingen und absolvierte anschließend sein Referendariat im Bezirk des Landgerichts Kassel.

Im Januar 2005 trat Sander in den Richterdienst des Landes Hessen ein und war zunächst am Amtsgericht Kassel tätig. Noch im selben Jahr wechselte er nach Niedersachsen an das Verwaltungsgericht Osnabrück.

Von 2010 bis 2012 war er an das Sozialgericht Hildesheim abgeordnet. Anfang 2013 wechselte er an das Verwaltungsgericht Göttingen. Zwischen 2014 und 2017 war Sander mehrfach im Niedersächsischen Justizministerium tätig.

Zum 1. Juni 2019 kehrte er nach Hessen zurück und wurde Richter am Hessischen Verwaltungsgerichtshof. Dort gehörte er zuletzt bereits dem 9. Senat an.

Neben seiner richterlichen Tätigkeit engagiert sich Sander seit Jahren in der juristischen Ausbildung. Er ist unter anderem Lehrbeauftragter an der Georg-August-Universität Göttingen, leitet Arbeitsgemeinschaften für Rechtsreferendare und ist nebenamtliches Mitglied des hessischen Justizprüfungsamtes.

Darüber hinaus wirkt er an Kommentierungen zum Verwaltungsverfahrensrecht und zum niedersächsischen Bauordnungsrecht mit und gehört der Schriftleitung der Hessischen Verwaltungsblätter an.

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