Aktuelle Meldungen aus Politik, Wirtschaft und Justiz
Das Bundeskartellamt hält die 50+1-Regel im deutschen Profifußball weiterhin für kartellrechtlich zulässig. Es verlangt jedoch eine konsequente Anwendung und sieht insbesondere bei Mitgliederrechten, der Abstimmungspraxis der DFL und dem Bestandsschutz für Bayer Leverkusen und den VfL Wolfsburg Nachbesserungsbedarf.
Viele Unternehmen erwarten durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz sinkende Löhne, besonders für Beschäftigte mit wenig Berufserfahrung. Höherqualifizierte mit längerer Berufserfahrung haben nach Einschätzung der Unternehmen dagegen häufiger Chancen auf steigende Gehälter.
Die Inflationsrate in Deutschland ist im Juli 2026 auf 2,8 Prozent gestiegen. Vor allem höhere Energie- und Kraftstoffpreise sorgten für stärkeren Preisauftrieb, während Nahrungsmittel nur 0,4 Prozent teurer wurden.
Die Bäckerei Messing OHG hat Insolvenzantrag gestellt. Der vorläufige Insolvenzverwalter sucht einen Investor; findet sich bis Ende August keine Lösung, könnte der Geschäftsbetrieb kontrolliert eingestellt werden.
Die FRIEDRICH VORWERK Unternehmensgruppe hat den insolventen Wasserstoff- und Erdgasspezialisten Meter-Q Solutions übernommen. Der Standort Friedberg und 15 von 17 Arbeitsplätzen bleiben erhalten.
Das Bundeskartellamt hat den Erwerb von jeweils 49 Prozent an der Hirtenberger- und der Rába-Gruppe durch die CZECHOSLOVAK GROUP genehmigt. Die Behörde sieht wegen geringer Überschneidungen der Produktportfolios keine wettbewerblichen Bedenken.
Der Möbelanbieter DOMO Collection GmbH hat wegen Liquiditätsschwierigkeiten Insolvenz angemeldet. PLUTA-Rechtsanwalt Dr. Christian Kaufmann wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt; auch die polnische Produktionsgesellschaft befindet sich im Verfahren.
Die Wittrock-Gruppe übernimmt den insolventen Arbeitsbühnen-Spezialisten WOB-SKY aus Wolfsburg rückwirkend zum 1. August 2026. Standort, Geschäftsbetrieb und alle 15 Arbeitsplätze bleiben erhalten; das Unternehmen firmiert künftig als WOB-TEC GmbH.
Die Immobilienpreise in Deutschland haben sich im zweiten Quartal 2026 uneinheitlich entwickelt. Wohnimmobilien verteuerten sich im Jahresvergleich um 1,9 Prozent, während Büro- und Einzelhandelsimmobilien im Preis nachgaben.
Der Preisschock infolge des Nahost-Konflikts belastet nach einer ifo-Studie vor allem einkommensschwache Haushalte in Deutschland. Haushalte im untersten Einkommensdezil verlieren im Schnitt 2,87 Prozent ihres verfügbaren Einkommens, die reichsten Haushalte dagegen nur 0,65 Prozent.
Für die insolvente DORMA-Glas GmbH ist eine Investorenlösung gefunden worden. Die DG-Glas GmbH übernimmt Geschäftsbetrieb und wesentliche Vermögenswerte; der Standort Bad Salzuflen und der weit überwiegende Teil der rund 210 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben.
Die Bundesbank hat im ersten Halbjahr 2026 rund 30.000 falsche Euro-Banknoten festgestellt – 4,3 Prozent weniger als im vorherigen Halbjahr. Auffällig ist der starke Anstieg gefälschter 100-Euro-Scheine um 61 Prozent.
Die Produktion im deutschen Produzierenden Gewerbe ist im Juni 2026 nur um 0,2 Prozent gestiegen. Während die Automobilindustrie um 3,6 Prozent zulegte, sank die Produktion im Maschinenbau um 3,9 Prozent.
Die deutschen Exporte sind im Juni 2026 um 0,9 Prozent auf den Rekordwert von 139,3 Milliarden Euro gestiegen. Die Ausfuhren in die USA brachen gegenüber Mai allerdings um 14,2 Prozent ein.
47,3 Prozent der Selbständigen in Deutschland klagen laut ifo über fehlende Aufträge. Mehr als jeder fünfte Solo-Selbständige und Kleinstunternehmer sieht seine wirtschaftliche Existenz akut gefährdet.
Das Wohnbauprojekt F40 in Stuttgart ist trotz der Insolvenz des Bauträgers Fiwoim fertiggestellt und an die Eigentümergemeinschaft übergeben worden. Ein Massedarlehen der finanzierenden Bank ermöglichte die Fortführung, der vorgesehene Kostenrahmen wurde eingehalten.
Die Zahl der Firmeninsolvenzen blieb im Juli mit 1.689 Fällen auf sehr hohem Niveau und lag 75 Prozent über dem Vor-Corona-Durchschnitt. Die Frühindikatoren des IWH erreichten einen neuen Höchststand und sprechen auch für die kommenden Monate gegen eine Entspannung.
Das Bundeskartellamt hat wegen bundesweiter Kunden-, Preis- und Submissionsabsprachen bei Straßenreparaturen Bußgelder von rund 60,3 Millionen Euro verhängt. Die beteiligten Unternehmen teilten sich über Jahre Aufträge öffentlicher und privater Auftraggeber untereinander auf.