
München, 24. April 2026 (JPD) Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im April deutlich verschlechtert. Der ifo Institut Geschäftsklimaindex sank auf 84,4 Punkte nach 86,3 Punkten im März. Dies ist der niedrigste Stand seit Mai 2020. Die Unternehmen bewerteten sowohl ihre aktuelle Lage als auch die Erwartungen für die kommenden Monate spürbar negativer. Als Belastungsfaktor wurde unter anderem die internationale Krisenlage genannt.
Geschäftsklima sinkt in allen Wirtschaftsbereichen
Im Verarbeitenden Gewerbe verschlechterte sich das Geschäftsklima vor allem aufgrund deutlich eingetrübter Erwartungen. Besonders in der chemischen Industrie fiel die Zukunftseinschätzung pessimistischer aus, während die aktuelle Lage leicht besser bewertet wurde. Zugleich berichteten Unternehmen verstärkt über Lieferengpässe bei Vorprodukten.
Auch im Dienstleistungssektor ging der Index deutlich zurück. Die Erwartungen setzten ihren Abwärtstrend fort, und auch die Lageeinschätzungen verschlechterten sich. Besonders betroffen zeigte sich die Logistikbranche, in der die Unternehmen die Aussichten als zunehmend negativ einstuften.
Im Handel gab das Geschäftsklima ebenfalls stark nach. Sowohl die Einschätzungen zur aktuellen Lage als auch die Erwartungen wurden deutlich nach unten korrigiert. Händler äußerten insbesondere Sorgen über eine mögliche Kaufzurückhaltung der Verbraucher infolge der Inflation.
Im Bauhauptgewerbe fiel der Rückgang besonders stark aus. Die Erwartungen sanken um nahezu zehn Punkte, zugleich verschlechterte sich die Bewertung der aktuellen Geschäftslage deutlich. Hoffnungen auf eine kurzfristige konjunkturelle Erholung wurden von den Unternehmen zurückgestellt.





