
Wiesbaden, 29. April 2026 (JPD) Die Inflationsrate in Deutschland wird im April 2026 voraussichtlich 2,9 Prozent betragen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, ergibt sich dieser Wert aus dem Vergleich des Verbraucherpreisindex mit dem Vorjahresmonat. Gegenüber März 2026 steigen die Verbraucherpreise um 0,6 Prozent.
Inflationsrate April 2026: Energiepreise treiben Verbraucherpreise
Die Entwicklung wird insbesondere durch deutlich gestiegene Energiepreise geprägt. Diese liegen im April um voraussichtlich 10,1 Prozent über dem Vorjahresniveau und verzeichnen damit den stärksten Anstieg seit Februar 2023. Auch Waren insgesamt verteuern sich mit 2,9 Prozent spürbar, während Dienstleistungen einen Anstieg von 2,8 Prozent aufweisen.
Die Kerninflation, also die Preisentwicklung ohne Nahrungsmittel und Energie, beträgt im April voraussichtlich 2,3 Prozent und liegt damit unter der Gesamtinflation. Nahrungsmittelpreise steigen mit 1,2 Prozent vergleichsweise moderat. Damit zeigt sich eine unterschiedliche Dynamik zwischen einzelnen Gütergruppen.
Auch der harmonisierte Verbraucherpreisindex, der für europäische Vergleichszwecke berechnet wird, steigt im April um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat. Die vorläufigen Daten deuten insgesamt auf einen erneuten Anstieg des Preisniveaus hin, maßgeblich beeinflusst durch Energie.





