
München, 29. April 2026 (JPD) Die deutschen Unternehmen planen verstärkt den Abbau von Arbeitsplätzen. Das ifo Beschäftigungsbarometer sank im April auf 91,3 Punkte, nach 93,4 Punkten im März, und erreichte damit den niedrigsten Stand seit Mai 2020. Nach Angaben des ifo Instituts überwiegen damit die Pläne zum Stellenabbau gegenüber Neueinstellungen. Als wesentlichen Einflussfaktor nennen die Ökonomen die anhaltende geopolitische Unsicherheit.
Besonders angespannt bleibt die Lage in der Industrie, wo sich die Beschäftigungserwartungen weiter verschlechtert haben. Der Arbeitsplatzabbau erfasst dabei nahezu alle Branchen. Auch im Groß- und Einzelhandel zeigt sich eine vergleichbare Entwicklung mit rückläufigen Personalplanungen.
ifo Beschäftigungsbarometer zeigt breite Schwäche am Arbeitsmarkt
Im Dienstleistungssektor ist der Indikator deutlich gefallen und liegt auf dem niedrigsten Niveau seit Beginn der Corona-Krise. In der Logistik wirken sich steigende Kosten zunehmend auf die Personalentscheidungen aus. Auch im Tourismus planen Unternehmen vermehrt Stellenstreichungen.
Eine nachhaltige Entspannung am Arbeitsmarkt ist nach Einschätzung des ifo Instituts erst bei einem Rückgang der wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten zu erwarten.




