
Berlin, 16. Juni 2026 (JPD)
Die AfD bleibt im aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer stärkste politische Kraft in Deutschland. Nach der vom Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag von RTL Deutschland durchgeführten Erhebung kommt die Partei unverändert auf 27 Prozent. Die Union verliert gegenüber der Vorwoche einen Prozentpunkt und fällt auf 21 Prozent zurück. Die SPD verbessert sich um einen Punkt auf 12 Prozent.
Die Werte der übrigen Parteien blieben unverändert. Zugleich verharrt der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen auf einem hohen Niveau. Mit 26 Prozent liegt er weiterhin deutlich über dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2025.
Bei der Frage nach der größten politischen Problemlösungskompetenz baut die AfD ihren Vorsprung vor der Union leicht aus. 14 Prozent der Befragten trauen der Partei am ehesten zu, die Probleme Deutschlands zu lösen. Die Union erreicht unverändert 13 Prozent. Es folgen die Grünen mit 7 Prozent sowie SPD und Linke mit jeweils 5 Prozent. Mehr als die Hälfte der Befragten (53 Prozent) spricht allerdings keiner Partei die größte Kompetenz zur Lösung der aktuellen Probleme zu.
Die Zufriedenheit mit Bundeskanzler Friedrich Merz bleibt auf einem historischen Tiefstand. Lediglich 14 Prozent der Befragten bewerten seine Arbeit positiv, während 85 Prozent unzufrieden sind. Besonders niedrig fällt die Zustimmung unter jüngeren Wählern und Erwerbstätigen aus. Bei den 18- bis 29-Jährigen sowie den 30- bis 44-Jährigen liegt sie jeweils bei 9 Prozent. Unter Arbeitern und Selbständigen erreicht der Kanzler ebenfalls nur geringe Zustimmungswerte. Vergleichsweise höher fällt die Zustimmung bei Rentnern und über 60-Jährigen aus.
Auch die Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung bleiben pessimistisch. Nur 11 Prozent der Befragten rechnen mit einer Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in Deutschland. Dagegen erwarten 65 Prozent eine weitere Verschlechterung, während 21 Prozent von einer unveränderten Entwicklung ausgehen.
Die Erhebung zu Parteipräferenzen, Kanzlerzufriedenheit und Wirtschaftserwartungen wurde zwischen dem 9. und 15. Juni 2026 unter 2.500 Befragten durchgeführt. Die statistische Fehlertoleranz beträgt plus/minus 2,5 Prozentpunkte. Die Daten zur politischen Kompetenz beruhen auf einer separaten Befragung von 1.007 Personen.






