
Berlin, 18. September 2026. Die Bundeswehr ist bis Ende August auf rund 186.400 aktive Soldatinnen und Soldaten gewachsen. Das waren nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums rund 4.000 oder gut zwei Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem Jahresende 2025 erhöhte sich die Personalstärke um mehr als 2.200 Soldatinnen und Soldaten.
Zugleich verzeichnet die Bundeswehr deutlich mehr Bewerbungen. Bis Ende August gingen rund 53.100 Bewerbungen für militärische Laufbahnen ein, 28 Prozent mehr als zum entsprechenden Vorjahreszeitpunkt. Die Zahl der Neueinstellungen stieg um 13 Prozent auf rund 17.000. Rund 85.000 Menschen nahmen nach Angaben des Ministeriums eine Erstberatung in Anspruch.
Im Rahmen des Neuen Wehrdienstes dienen derzeit rund 11.400 Freiwillig Wehrdienstleistende und kurzdienende Soldatinnen und Soldaten auf Zeit. Das sind rund sechs Prozent mehr als bei den vergleichbaren Freiwillig Wehrdienstleistenden im Vorjahr.
Fortgesetzt wird zugleich die Wehrerfassung. Bis zum 31. August wurden nach Angaben des Ministeriums mehr als 451.400 Fragebögen verschickt, davon rund 231.700 an Männer und 219.700 an Frauen sowie Personen anderen Geschlechts. Rund 96 Prozent der angeschriebenen Männer sowie etwa 3,5 Prozent der Frauen und Personen anderen Geschlechts antworteten innerhalb der vorgesehenen Fristen.
Von den Interessierten absolvierten bislang rund 3.400 Personen ein Assessment. Insgesamt 1.155 Bewerberinnen und Bewerber wurden anschließend für eine Verwendung in der Bundeswehr eingeplant. Knapp 1.000 dieser Einplanungen betreffen das Jahr 2026, die übrigen das Jahr 2027.
Parallel hat die Bundeswehr mit verpflichtenden Musterungen begonnen. Seit Juli wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums fast 1.000 18-jährige Männer des Geburtsjahrgangs 2008 gemustert, obwohl sie im Fragebogen kein Interesse an einem Dienst bei der Bundeswehr angegeben hatten. Die Bundeswehr will die Zahl der Musterungen mit dem Ausbau der Kapazitäten schrittweise erhöhen.
Eine flächendeckende Musterung aller 18-jährigen Männer des Geburtsjahrgangs 2008 soll nach dem Aufbau von 24 Musterungszentren ab Juli 2027 möglich sein. Die Bundeswehr verfolgt im Rahmen des Neuen Wehrdienstes einen deutlichen personellen Aufwuchs; langfristig sollen die aktiven Streitkräfte nach derzeitiger Planung auf 260.000 Soldatinnen und Soldaten wachsen.






