
Karlsruhe, 1. September 2026 (JPD). Dr. Karin Angerer ist seit Dienstag Präsidentin des Bundesgerichtshofs. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ernannte die bisherige Präsidentin des Oberlandesgerichts Bamberg mit Wirkung zum 1. September 2026. Sie folgt auf Bettina Limperg, die Ende August in den Ruhestand getreten ist.
Angerer wurde am Dienstag bei einer Zusammenkunft aller Angehörigen des Bundesgerichtshofs von Eva Schmierer, Staatssekretärin im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, begrüßt.
Die 1964 in Würzburg geborene Juristin begann ihre Laufbahn 1993 als Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft München I. Bereits knapp ein Jahr später wechselte sie an das Bayerische Staatsministerium der Justiz. Von September 1996 bis Ende 1997 war sie als nationale Expertin bei der Generaldirektion Wettbewerb der Europäischen Kommission tätig.
Langjährige Tätigkeit in Justiz und Ministerium
1998 kehrte Angerer zunächst als Staatsanwältin zur Staatsanwaltschaft München I zurück und wechselte einige Monate später als Richterin an das Landgericht München II. Von 2000 bis Anfang 2004 war sie erneut im Bayerischen Justizministerium tätig.
Im Februar 2004 wechselte Angerer als Richterin an das Landgericht München I. Im September 2006 wurde sie zur Richterin am Oberlandesgericht München ernannt. Von 2010 bis Mitte 2019 leitete sie verschiedene Referate im Bayerischen Staatsministerium der Justiz.
Im Juli 2019 folgte die Ernennung zur Vizepräsidentin des Landgerichts München II. Von November 2021 bis August 2023 kehrte Angerer erneut in das Justizministerium zurück und leitete dort das Justizprüfungsamt sowie die Abteilung für Ausbildung, Fortbildung, Prüfungsrecht und Internationale Zusammenarbeit.
Im September 2023 wurde sie Präsidentin des Oberlandesgerichts Bamberg. Seit Februar 2024 gehört Angerer zudem dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof an. Seit Februar 2026 ist sie zweite Vertreterin des Präsidenten des Verfassungsgerichtshofs.





