Aktuelle Meldungen aus Politik, Wirtschaft und Justiz
Der ifo Geschäftsklimaindex ist im August 2026 deutlich auf 88,8 Punkte gestiegen. Unternehmen bewerten ihre aktuelle Lage und ihre Erwartungen besser. Besonders in Industrie, Dienstleistungen und Großhandel hellte sich die Stimmung auf.
Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist im Juni 2026 real um 6,0 Prozent zum Vormonat und um 11,3 Prozent zum Vorjahresmonat gestiegen. Besonders stark entwickelte sich der Tiefbau. Auch Umsatz und Beschäftigung legten zu.
Das deutsche Staatsdefizit ist im ersten Halbjahr 2026 auf 71,3 Milliarden Euro gestiegen. Die Defizitquote lag bei 3,1 Prozent. Vor allem der Bund verzeichnete ein deutlich höheres Minus, während die Staatsausgaben mit 6,1 Prozent wesentlich stärker zunahmen als die Einnahmen.
Die deutsche Wirtschaft ist im zweiten Quartal 2026 um 0,3 Prozent gewachsen und damit stärker als zunächst geschätzt. Vor allem steigende Exporte stützten das BIP, während Ausrüstungsinvestitionen und privater Konsum schwach blieben. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Wirtschaftsleistung um 1,0 Prozent.
Die Sozialbudgetquote ist 2025 auf den Rekordwert von 32 Prozent gestiegen. Laut ifo Institut ist vor allem die Alterung der Gesellschaft für den starken Anstieg der Sozialausgaben verantwortlich.
2025 traten bei Unfällen in Deutschland 5,9 Millionen Liter wassergefährdende Stoffe aus. 2,4 Millionen Liter verblieben dauerhaft in der Umwelt.
Im Insolvenzverfahren der Deskcenter AG hat PLUTA die Software, den Sourcecode sowie Marken- und Domainrechte an die mosaic IT GmbH verkauft. Deskcenter-Kunden sollen die Software weiter nutzen können.
Eine neue gemeinnützige Trägergesellschaft übernimmt das insolvente Haus Aichele zum 1. September 2026. Alle rund 40 Arbeitsplätze und sämtliche Betreuungsplätze bleiben erhalten.
Die Sozialhilfeausgaben sind 2025 um 6,1 Prozent auf 21,5 Milliarden Euro gestiegen. Besonders stark legten die Ausgaben für die Hilfe zur Pflege zu.
Der Fachkräftemangel in Deutschland steigt wieder. Laut ifo Institut fehlen 23,2 Prozent der Unternehmen qualifizierte Arbeitskräfte. Besonders betroffen sind Rechts- und Steuerberatung.
Das Gastgewerbe hat im Juni 2026 real 5,1 Prozent weniger umgesetzt als ein Jahr zuvor. Im ersten Halbjahr lagen die preisbereinigten Umsätze 5,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau, in der Gastronomie sogar 5,7 Prozent.
Die Erzeugerpreise sind im Juli 2026 um 3,0 Prozent gestiegen. Vorleistungsgüter und Energie verteuerten sich deutlich, Mineralölerzeugnisse sogar um 31,4 Prozent. Nahrungsmittel wurden dagegen auf Erzeugerebene um 4,6 Prozent günstiger.
Deutschlands Exporte steigen im ersten Halbjahr 2026 um 3,9 Prozent auf 817,8 Milliarden Euro. Die Exporte in die USA sinken um 6,1 Prozent, während die Importe aus China um 8,8 Prozent zulegen.
Die Spritpreise sind deutlich gestiegen. Super E10 kostet im Schnitt 2,162 Euro, Diesel 2,253 Euro je Liter. Der ADAC hält das Preisniveau trotz höherem Ölpreis und Niedrigwasser weiterhin für zu hoch.
Die insolvente Hafnertec DE GmbH, bekannt als RUKA Ofenkeramik, kann ihren Betrieb aus eigener Kraft nicht über den Herbst hinaus fortführen. Die Produktion ist nur bis Ende Oktober ausgelastet, sämtliche Arbeitsverträge wurden gekündigt.
Der Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe ist im Juni 2026 um 0,8 Prozent zum Vormonat und um 9,3 Prozent zum Vorjahr gestiegen. Die Aufträge reichen weiterhin für 8,9 Monate.
Jedes vierte Unternehmen in Deutschland sieht laut ifo Institut seine Wettbewerbsfähigkeit außerhalb der EU schwinden. Besonders stark unter Druck steht die Automobilindustrie.
Deutsche Industrieunternehmen investieren laut ifo-Umfrage im Schnitt erst ab einem stabilen CO₂-Preis von mehr als 90 Euro je Tonne. Starke Preisschwankungen bremsen klimafreundliche Investitionen zusätzlich.