
Wiesbaden, 20. August 2026 (JPD). Das deutsche Gastgewerbe hat im Juni 2026 kalender- und saisonbereinigt real 1,2 Prozent weniger umgesetzt als im Vormonat Mai. Nominal gingen die Umsätze um 0,9 Prozent zurück. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag auf Grundlage vorläufiger Ergebnisse mit.
Im Vergleich zum Juni 2025 fiel die Entwicklung noch deutlicher aus. Preisbereinigt lagen die Umsätze um 5,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Nominal, also ohne Bereinigung um Preisveränderungen, stiegen sie dagegen um 2,3 Prozent.
Damit zeigt sich weiterhin eine deutliche Diskrepanz zwischen nominaler und realer Umsatzentwicklung im Gastgewerbe.
Für Mai 2026 revidierte Destatis seine bisherigen Angaben deutlich. Gegenüber April war der reale Umsatz demnach lediglich um 0,2 Prozent zurückgegangen. Zunächst war ein Minus von 2,0 Prozent gemeldet worden. Nominal betrug der Rückgang 0,1 Prozent statt der zunächst ausgewiesenen 2,1 Prozent.
Gastgewerbe im ersten Halbjahr real 5,2 Prozent im Minus
Im gesamten ersten Halbjahr 2026 setzte das Gastgewerbe real 5,2 Prozent weniger um als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Nominal lagen die Umsätze dagegen um 2,1 Prozent höher.
Auch die Beherbergungsbetriebe verzeichneten rückläufige reale Umsätze. Hotels und sonstige Beherbergungsunternehmen setzten im Juni gegenüber Mai sowohl real als auch nominal 1,0 Prozent weniger um.
Gegenüber Juni 2025 lagen ihre Umsätze real um 4,9 Prozent niedriger. Nominal erzielten die Unternehmen dagegen ein Plus von 1,1 Prozent. Im ersten Halbjahr 2026 sank der reale Umsatz der Beherbergungsbranche um 3,2 Prozent, während der nominale Umsatz um 2,0 Prozent stieg.
Gastronomie real 5,7 Prozent unter Vorjahresniveau
Auch in der Gastronomie gingen die Umsätze zurück. Gegenüber Mai 2026 sank der reale Umsatz im Juni um 1,2 Prozent, nominal betrug das Minus 0,9 Prozent.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat setzte die Gastronomie real 5,1 Prozent weniger um. Nominal lagen die Umsätze dagegen um 2,6 Prozent höher.
Im gesamten ersten Halbjahr 2026 fiel der reale Umsatz der Gastronomie um 5,7 Prozent niedriger aus als in den ersten sechs Monaten des Jahres 2025. Nominal verbuchte die Branche hingegen ein Umsatzplus von 2,2 Prozent.




