
Wiesbaden, 19. August 2026 (JPD). Der reale Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe ist im Juni 2026 gegenüber dem Vormonat um 0,8 Prozent gestiegen. Gegenüber Juni 2025 lag der Bestand an offenen Aufträgen sogar 9,3 Prozent höher. Das teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit.
Die Monatsveränderung ist dabei saison- und kalenderbereinigt, der Vorjahresvergleich kalenderbereinigt.
Wesentlich zum Anstieg trug die Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen bei. Dort erhöhte sich der Auftragsbestand gegenüber Mai um 4,6 Prozent. Auch der Maschinenbau wirkte sich mit einem Plus von 0,9 Prozent positiv auf das Gesamtergebnis aus.
Die offenen Aufträge aus dem Inland nahmen im Juni um 1,2 Prozent zu. Bei den Aufträgen aus dem Ausland verzeichnete das Statistische Bundesamt einen Anstieg um 0,6 Prozent.
Unterschiedlich entwickelte sich der Auftragsbestand nach Gütergruppen. Bei den Herstellern von Investitionsgütern stieg er gegenüber dem Vormonat um 0,9 Prozent. Die Konsumgüterproduzenten verzeichneten ein Plus von 3,2 Prozent. Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern ging der Auftragsbestand hingegen um 0,2 Prozent zurück.
Auftragsbestand reicht für 8,9 Monate
Die Reichweite des Auftragsbestands blieb im Juni mit 8,9 Monaten unverändert. Sie beschreibt, wie lange die Unternehmen bei gleichbleibendem Umsatz und ohne neue Auftragseingänge mit der Abarbeitung ihrer bestehenden Bestellungen ausgelastet wären.
Bei den Herstellern von Investitionsgütern lag die Reichweite weiterhin bei 12,4 Monaten. Für Vorleistungsgüter blieb sie bei 4,6 Monaten. Bei den Konsumgütern erhöhte sie sich leicht von 4,2 auf 4,3 Monate.
Zur Berechnung setzt das Statistische Bundesamt den aktuellen Auftragsbestand ins Verhältnis zum durchschnittlichen Umsatz der vergangenen zwölf Monate im jeweiligen Wirtschaftszweig.




