Importpreise legen so stark zu wie seit fast vier Jahren nicht mehr – Iran-Krieg treibt Energiekosten

Wiesbaden, 30. Oktober 2026 (JPD) – Die Importpreise in Deutschland sind im September 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 10,4 Prozent gestiegen. Das war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) der stärkste Anstieg seit November 2022. Gegenüber August 2026 erhöhten sich die Einfuhrpreise um 2,1 Prozent.

Haupttreiber waren die infolge des Iran-Kriegs stark gestiegenen Energiepreise. Importierte Energie verteuerte sich binnen Jahresfrist um 61,8 Prozent. Besonders deutlich stiegen die Preise für Strom (+96,2 Prozent), Mineralölerzeugnisse (+81,3 Prozent), Erdöl (+59,3 Prozent) und Erdgas (+53,9 Prozent). Auch importierte Vorleistungsgüter kosteten 11,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Ohne Energie lag der Anstieg der Importpreise bei 5,5 Prozent.

Die Exportpreise erhöhten sich im September um 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr und damit so stark wie seit Februar 2023 nicht mehr. Vor allem Vorleistungsgüter (+7,2 Prozent) und Energieexporte (+58,3 Prozent) trugen zur Entwicklung bei.

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