Kommunale Schulden steigen um 9,9 Prozent auf 378,9 Milliarden Euro

Wiesbaden, 29. Oktober 2026 (JPD) – Die Verschuldung der deutschen Gemeinden und Gemeindeverbände einschließlich ihrer Beteiligungen ist 2025 deutlich gestiegen. Nach einer Modellrechnung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder erhöhten sich die integrierten kommunalen Schulden um 9,9 Prozent auf 378,9 Milliarden Euro. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, entspricht dies einer Verschuldung von 4.907 Euro pro Einwohner. Im Vorjahr hatte der Schuldenanstieg 6,3 Prozent betragen.

Besonders stark wuchsen die Schulden der kommunalen Kernhaushalte mit 15,5 Prozent und der Extrahaushalte mit 14,7 Prozent. Die Schulden kommunaler Beteiligungen an sonstigen öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen erhöhten sich um 4,5 Prozent.

Die höchste Pro-Kopf-Verschuldung verzeichnete Hessen mit 6.763 Euro, gefolgt vom Saarland mit 6.408 Euro. Am niedrigsten lag sie in Brandenburg mit 2.733 Euro. Die stärksten Schuldenzuwächse gab es in Niedersachsen (+13,3 Prozent) und Baden-Württemberg (+13,1 Prozent). Den geringsten Anstieg verzeichnete das Saarland mit 2,3 Prozent.

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