Gersfeld, 28.10.2026 (JPD) – Die Gersfelder Metallwaren GmbH (GMW) aus dem hessischen Gersfeld in der Rhön hat am 26. Oktober 2026 beim Amtsgericht Fulda einen Insolvenzantrag gestellt. Das Gericht bestellte Rechtsanwalt Silvio Höfer von der Kanzlei Anchor zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Der Geschäftsbetrieb des Metallverarbeitungsunternehmens wird fortgesetzt.
Das 1970 gegründete Unternehmen beschäftigte zuletzt 145 Arbeitnehmer und vier Auszubildende. Die Belegschaft wurde am Mittwoch über die wirtschaftliche Situation und das weitere Vorgehen informiert.
Rückläufige Nachfrage belastet Unternehmen
Hauptursachen der wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind die schwache Nachfrage in der Automobilindustrie, geopolitische Unsicherheiten und eine rückläufige Investitionsbereitschaft. Besonders der Absatz von Abgasklappen ging zurück.
Der Umsatz sank von mehr als 42 Millionen Euro im Jahr 2017 auf 32,2 Millionen Euro 2024. Für 2025 wird vorläufig ein Umsatz von 26,73 Millionen Euro ausgewiesen. Zusätzlich belastete eine Abschreibung von rund 5,2 Millionen Euro auf die rumänische Tochtergesellschaft das Ergebnis 2024.
Der vorläufige Insolvenzverwalter prüft derzeit mögliche Sanierungsoptionen. Höfer sieht insbesondere in der Fertigungskompetenz und den Produkten für die Automobilindustrie und Robotik Chancen für eine Fortführung. Zudem wurde die Einsetzung eines vorläufigen Gläubigerausschusses beantragt.






