65 Jahre Anwerbeabkommen: 2,6 Millionen Menschen mit türkischer Einwanderungsgeschichte in Deutschland

Wiesbaden, 29. Oktober 2026 (JPD) – Rund 2,6 Millionen Menschen mit türkischer Einwanderungsgeschichte lebten 2025 in Deutschland. Davon waren 1,5 Millionen selbst eingewandert und 1,2 Millionen in Deutschland geboren. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des 65. Jahrestags des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens am 30. Oktober mitteilte, leben noch rund 125.000 ehemalige türkische Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter in Deutschland.

Nach Ergebnissen des Mikrozensus 2025 besitzen 48 Prozent der Menschen mit türkischer Einwanderungsgeschichte die deutsche Staatsangehörigkeit. Unter den in Deutschland geborenen Nachkommen liegt dieser Anteil bei 74 Prozent. Von den 15- bis 64-jährigen Eingewanderten aus der Türkei sind 61 Prozent erwerbstätig. Familiäre Gründe waren mit 64 Prozent das häufigste Einwanderungsmotiv.

Rund 73 Prozent der Menschen mit türkischer Einwanderungsgeschichte leben in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern und Hessen. Das Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei wurde am 30. Oktober 1961 geschlossen. Mit dem Anwerbestopp im November 1973 endete die erste Phase der Arbeitskräfteanwerbung.

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