Aktuelle Meldungen aus Politik, Wirtschaft und Justiz
Die Lindenfarb Textilveredlung GmbH aus Aalen hat Insolvenzantrag gestellt. Der Geschäftsbetrieb mit rund 110 Beschäftigten wird fortgeführt, während PLUTA die Sanierungsoptionen prüft und einen Investorenprozess vorbereitet.
Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist im August 2026 auf 3,061 Millionen Menschen gestiegen. Saisonbereinigt nahm sie nur leicht zu. Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,5 Prozent, während die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften weiterhin schwach bleibt.
Die Erwerbstätigkeit in Deutschland ist im Juli 2026 weiter zurückgegangen. Gegenüber dem Vorjahresmonat waren 223.000 Menschen weniger erwerbstätig, während die Zahl der Erwerbslosen um 8,8 Prozent auf 1,84 Millionen stieg.
Die Importpreise in Deutschland sind im Juli 2026 um 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Haupttreiber waren stark verteuerte Energie und Vorleistungsgüter. Die Exportpreise erhöhten sich um 4,2 Prozent und damit so kräftig wie seit Februar 2023 nicht mehr.
Das ifo-Geschäftsklima in der Chemieindustrie ist im August 2026 stark gestiegen. Erstmals seit vier Jahren bewerten die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage wieder positiv. Die Branche profitiert derzeit von höherer Nachfrage infolge der Lieferausfälle in Asien, rechnet aber weiterhin mit Personalabbau.
Das DIW-Konjunkturbarometer ist im August 2026 um gut fünf Punkte auf 96,4 Zähler gestiegen. Exporte, öffentliche Investitionen und eine stabilere Industrie stützen die deutsche Wirtschaft, während geopolitische Risiken, höhere Energiekosten und ein schwacher privater Konsum die Erholung bremsen.
Der insolvente Flaschenverschluss-Hersteller SpieKo hat seine Produktion bis mindestens Ende 2026 gesichert. Erste potenzielle Investoren haben Interesse gezeigt, für eine langfristige Fortführung bleibt ein Investoreneinstieg jedoch notwendig.
Die Reallöhne in Deutschland sind im zweiten Quartal 2026 um 1,5 Prozent gestiegen. Die Nominallöhne legten um 4,1 Prozent zu, während die Verbraucherpreise um 2,5 Prozent stiegen. Besonders kräftige Verdienstzuwächse gab es bei Geringverdienenden.
Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im August 2026 auf 94,8 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit Mai 2025 gestiegen. Der Stellenabbau in Deutschland verliert an Tempo, hält insgesamt aber weiter an.
Die Preise für Super E10 und Diesel sind leicht gesunken. Nach Einschätzung des ADAC fällt der Rückgang angesichts von Rohölpreis und Wechselkurs jedoch zu gering aus.
Die Wohnstift Innblick GmbH hat beim Amtsgericht Passau ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Auslöser ist nach Unternehmensangaben eine behördliche Teilschließung, die zu erheblichen Einnahmeausfällen führte. Der Pflegebetrieb läuft weiter.
Das Bundeskartellamt hat die Übernahme mehrerer Ultra-Electronics-Unternehmen durch Lockheed Martin freigegeben. Trotz einzelner Produktüberschneidungen sieht die Behörde keine wettbewerblichen Bedenken.
Die festgesetzte Erbschaft- und Schenkungsteuer ist 2025 um 60,8 Prozent auf den Rekordwert von 21,4 Milliarden Euro gestiegen. Vor allem große Vermögensübertragungen sorgten für den kräftigen Anstieg.
Die ifo Exporterwartungen steigen im August 2026 deutlich auf plus 9,6 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit Februar 2022. Vor allem das EU-Geschäft sorgt für Optimismus.
Der ifo Geschäftsklimaindex ist im August 2026 deutlich auf 88,8 Punkte gestiegen. Unternehmen bewerten ihre aktuelle Lage und ihre Erwartungen besser. Besonders in Industrie, Dienstleistungen und Großhandel hellte sich die Stimmung auf.
Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist im Juni 2026 real um 6,0 Prozent zum Vormonat und um 11,3 Prozent zum Vorjahresmonat gestiegen. Besonders stark entwickelte sich der Tiefbau. Auch Umsatz und Beschäftigung legten zu.
Das deutsche Staatsdefizit ist im ersten Halbjahr 2026 auf 71,3 Milliarden Euro gestiegen. Die Defizitquote lag bei 3,1 Prozent. Vor allem der Bund verzeichnete ein deutlich höheres Minus, während die Staatsausgaben mit 6,1 Prozent wesentlich stärker zunahmen als die Einnahmen.
Die deutsche Wirtschaft ist im zweiten Quartal 2026 um 0,3 Prozent gewachsen und damit stärker als zunächst geschätzt. Vor allem steigende Exporte stützten das BIP, während Ausrüstungsinvestitionen und privater Konsum schwach blieben. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Wirtschaftsleistung um 1,0 Prozent.