
Hannover, 2. November 2026 (JPD) – In Niedersachsen haben Polizei und Justiz im Jahr 2025 insgesamt 65 Ermittlungsverfahren im Bereich der Organisierten Kriminalität geführt. Dabei wurde gegen 635 Tatverdächtige aus 41 Staaten ermittelt. Der geschätzte Gesamtschaden belief sich auf 48,85 Millionen Euro. Das geht aus dem am Montag von Innenministerin Daniela Behrens und Justizministerin Kathrin Wahlmann vorgestellten Lagebild hervor.
Den Schwerpunkt bildete der internationale Rauschgifthandel mit 23 Verfahren. Weitere acht Ermittlungsverfahren gegen 102 Tatverdächtige betrafen kriminelle Strukturen mit Clanbezügen. Im Bereich Cybercrime wurden vier Verfahren geführt. Die Sicherheitsbehörden konnten nach eigenen Angaben Vermögenswerte von rund fünf Millionen Euro abschöpfen.
Zunehmend beschäftigen die Ermittler international vernetzte Tätergruppen und das sogenannte „Violence-as-a-Service“, bei dem insbesondere junge Menschen über das Internet für schwere Gewalttaten angeworben werden. Innenministerin Behrens sprach sich für erweiterte Ermittlungsbefugnisse aus, darunter rechtssichere Regelungen zur Speicherung von IP-Adressen sowie Möglichkeiten zur automatisierten Datenanalyse und zum biometrischen Bildabgleich.





