
Berlin, 23. Juni 2026 (JPD) Die AfD bleibt im aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer stärkste politische Kraft in Deutschland. In der von Forsa erhobenen Umfrage kommt die Partei unverändert auf 27 Prozent. Die Union kann zwar um einen Prozentpunkt auf 22 Prozent zulegen, liegt damit aber weiterhin nur knapp über ihrem bisherigen Tiefstwert von 21 Prozent. Die FDP fällt dagegen wieder unter die Fünf-Prozent-Hürde.
Während die AfD ihre Spitzenposition behauptet, bleibt der Abstand zur Union mit fünf Prozentpunkten deutlich. Die übrigen Parteien verharren auf dem Niveau der Vorwoche. Besonders bemerkenswert ist nach Einschätzung der Demoskopen der weiterhin hohe Anteil von Nichtwählern und Unentschlossenen: Mit 25 Prozent ist derzeit ein Viertel der Wahlberechtigten keiner Partei fest zugeordnet.
Die Untersuchung zeigt zugleich erhebliche Unterschiede bei den Mobilisierungsmöglichkeiten der Parteien. Union (45 Prozent Wählerpotenzial), SPD (46 Prozent) und Grüne (39 Prozent) verfügen über deutlich größere Reserven als ihre aktuellen Umfragewerte vermuten lassen. Auch Linke (30 Prozent) und FDP (29 Prozent) könnten theoretisch deutlich mehr Wähler erreichen. Die AfD hingegen schöpft ihr Potenzial bereits weitgehend aus. Ihr Wählerpotenzial liegt mit 28 Prozent nur knapp über ihrem aktuellen Umfragewert von 27 Prozent.
Bei der Frage nach der politischen Problemlösungskompetenz liegen AfD und Union wieder gleichauf. Jeweils 13 Prozent der Befragten trauen den Parteien am ehesten zu, die Probleme Deutschlands zu lösen. Es folgen die Grünen mit 7 Prozent sowie SPD und Linke mit jeweils 5 Prozent. Gleichzeitig vertrauen 54 Prozent der Bürger keiner Partei die Lösung der aktuellen Herausforderungen zu.
Die Zustimmung zu Bundeskanzler Friedrich Merz bleibt auf niedrigem Niveau. Nur 14 Prozent der Befragten sind mit seiner Arbeit zufrieden, während 84 Prozent sie kritisch bewerten. Selbst unter den Anhängern der Union erreicht Merz lediglich eine Zustimmung von 48 Prozent.
Auch die wirtschaftlichen Erwartungen bleiben pessimistisch. Lediglich 13 Prozent rechnen mit einer Verbesserung der wirtschaftlichen Lage Deutschlands. Dagegen erwarten 63 Prozent eine Verschlechterung, 20 Prozent gehen von einer unveränderten Entwicklung aus.





