
Frankfurt am Main, 7. August 2026 (JPD). Die Zahl falscher Euro-Banknoten im deutschen Zahlungsverkehr ist im ersten Halbjahr 2026 zurückgegangen. Die Deutsche Bundesbank registrierte rund 30.000 gefälschte Scheine mit einem Nennwert von insgesamt 1,75 Millionen Euro. Gegenüber dem zweiten Halbjahr 2025 sank die Zahl der Fälschungen um 4,3 Prozent, die Schadenssumme ging um 5,0 Prozent zurück.
Rechnerisch entfielen damit in Deutschland sieben falsche Banknoten auf 10.000 Einwohner und Jahr. „Es gibt in Deutschland wenig Falschgeld“, erklärte Bundesbank-Vorstandsmitglied Lutz Lienenkämper.
Mit Abstand am häufigsten gefälscht wurde erneut der 50-Euro-Schein. Die Bundesbank stellte 14.222 falsche 50-Euro-Banknoten fest. Sie machten rund 47 Prozent aller registrierten Banknotenfälschungen aus. Ihre Zahl ging gegenüber dem vorherigen Halbjahr allerdings um sechs Prozent zurück.
100-Euro-Fälschungen nehmen stark zu
Deutlich gegen den allgemeinen Trend entwickelte sich der 100-Euro-Schein. Mit 5.043 Fälschungen wurden 61 Prozent mehr falsche Hunderter festgestellt als im zweiten Halbjahr 2025. Ihr Anteil an allen gefälschten Banknoten lag damit bei rund 17 Prozent.
Auf den 20-Euro-Schein entfielen 7.355 Fälschungen und damit rund ein Viertel aller falschen Banknoten. Gegenüber dem Vorhalbjahr ging ihre Zahl um 13 Prozent zurück.
Auch bei den übrigen Stückelungen wurden weniger Fälschungen festgestellt. Besonders deutlich fiel der Rückgang bei falschen 200-Euro-Banknoten mit 48 Prozent aus.
Nach Angaben der Bundesbank ist der Anteil besonders einfach gestalteter Fälschungen zuletzt leicht gestiegen. Neben Scheinen mit Aufdrucken wie „MovieMoney“ oder „Prop copy“ seien zunehmend Varianten mit Bezeichnungen wie „Facsimile“ oder „Geçersiz“ im Umlauf. Da bei diesen Scheinen keine Sicherheitsmerkmale nachgeahmt würden, seien sie bei einer Prüfung leicht als Fälschungen zu erkennen.
Mehr gefälschte Münzen festgestellt
Anders als bei den Banknoten nahm die Zahl gefälschter Münzen zu. Im ersten Halbjahr 2026 stellte die Bundesbank rund 64.900 falsche Münzen fest. Im zweiten Halbjahr 2025 waren es noch etwa 59.700 gewesen. Das entspricht einem Anstieg um 8,6 Prozent.
Mit 59.092 Exemplaren entfiel der weit überwiegende Teil auf gefälschte 2-Euro-Münzen. Sie machten gut 91 Prozent der festgestellten Münzfälschungen aus. Hinzu kamen 5.615 falsche 1-Euro-Münzen und 171 gefälschte 50-Cent-Münzen.
Die Bundesbank rät, verdächtige Banknoten nach dem Prinzip „Fühlen-Sehen-Kippen“ zu überprüfen und mehrere Sicherheitsmerkmale miteinander zu vergleichen. Falschgeld wird nicht ersetzt.





