
Berlin, 29.09.2026 (JPD) – Die Staatsanwaltschaft Berlin hat gegen einen 20-Jährigen Anklage zum Landgericht Berlin I wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung und weiterer Delikte erhoben. Der Mann soll im April und Mai 2026 im Anita-Berber-Park in Berlin-Neukölln und dessen Umfeld mehrfach auf andere Männer geschossen haben.
Am 23. April soll der Angeschuldigte zwei Männer zunächst in ein unverfängliches Gespräch verwickelt und anschließend eine Schusswaffe auf sie gerichtet haben. Nachdem sich zunächst kein Schuss gelöst habe, soll er die Flüchtenden verfolgt und auf der Hermannstraße mehrfach auf sie geschossen haben. Ein 27-Jähriger sei dabei am Unterbein verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft geht unter anderem von Tötungsvorsatz sowie den Mordmerkmalen Heimtücke und gemeingefährliche Mittel aus.
Am 2. Mai soll der 20-Jährige erneut im Anita-Berber-Park auf zwei Männer geschossen haben. Beide erlitten nach Angaben der Staatsanwaltschaft erhebliche Verletzungen an den Oberschenkeln. Hintergrund der Taten sollen Revierstreitigkeiten im Zusammenhang mit Betäubungsmittelgeschäften gewesen sein. Die Ermittler nehmen deshalb auch niedrige Beweggründe an.
Am folgenden Tag soll der Angeschuldigte gemeinsam mit einem bislang unbekannten Mittäter das Diensttelefon eines Zivilpolizisten gestohlen haben. Bei seiner späteren Festnahme soll er Widerstand geleistet und einen Schlagring bei sich geführt haben.
Der 20-Jährige befindet sich seit dem 4. Mai 2026 in Untersuchungshaft. Über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheidet nun eine Jugendkammer des Landgerichts Berlin I. Es gilt die Unschuldsvermutung.




