Terrorverdacht: 26-jähriger Iraker muss sich wegen mutmaßlicher IS-Mitgliedschaft vor OLG Frankfurt verantworten

Frankfurt am Main, 30. Oktober 2026 (JPD) – Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat die Anklage gegen einen 26-jährigen irakischen Staatsangehörigen wegen des Verdachts der mitgliedschaftlichen Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung im Ausland zugelassen und das Hauptverfahren eröffnet. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main wirft dem Mann vor, sich dem sogenannten Islamischen Staat (IS) angeschlossen und für die Terrororganisation betätigt zu haben.

Nach den Ermittlungen soll der Angeklagte bereits im Dezember 2014 als Jugendlicher eine militärische Ausbildung beim IS durchlaufen und einen Treueeid geleistet haben. Bis März 2017 soll er im Irak für verschiedene Einheiten des IS-Kriegsministeriums tätig gewesen sein und dafür Geld erhalten haben. Seine Identifizierung erfolgte laut Gericht unter anderem mithilfe sogenannter IS-Listen.

Der Mann soll im Oktober 2022 nach Deutschland eingereist sein. Seit seiner Festnahme im März 2026 befindet er sich in Untersuchungshaft. Die Hauptverhandlung beginnt am 15. Januar 2027. Vier weitere Verhandlungstermine sind bis zum 5. Februar vorgesehen.

OLG Frankfurt am Main, Az. 8 St 2/26.

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