Drei neue Mitglieder für den neuen 7. Strafsenat des Bundesgerichtshofs

Karlsruhe, 1. Juli 2026 (JPD). Der Bundesgerichtshof erhält drei neue Mitglieder. Der Bundespräsident hat den Vorsitzenden Richter am Oberlandesgericht Michael Neef und den Richter am Oberlandesgericht Marc Plücker zu Richtern am Bundesgerichtshof sowie die Vorsitzende Richterin am Landgericht Antje Schiller zur Richterin am Bundesgerichtshof ernannt.

Das Präsidium des Bundesgerichtshofs wies alle drei dem neu gebildeten 7. Strafsenat mit Sitz in Leipzig zu. Der Senat ist seit dem 1. Juli 2026 für Revisionen in Strafsachen aus den Bezirken der Oberlandesgerichte Bamberg, Bremen, Koblenz, Oldenburg, Schleswig und Stuttgart zuständig.

Michael Neef ist 58 Jahre alt und begann seine Laufbahn im September 1996 im höheren Justizdienst des Landes Baden-Württemberg. Nach Stationen bei der Staatsanwaltschaft Heilbronn, dem Amtsgericht und Landgericht Heilbronn sowie der Staatsanwaltschaft Stuttgart wechselte er 2003 in den höheren Justizdienst des Landes Niedersachsen. Dort war er zunächst Richter am Landgericht Braunschweig.

Nach Abordnungen an das Oberlandesgericht Braunschweig wurde Neef dort im Mai 2010 zum Richter am Oberlandesgericht ernannt. Später war er an das Niedersächsische Justizministerium abgeordnet und wurde dort zum Ministerialrat befördert. Im Oktober 2018 kehrte er als Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht an das Oberlandesgericht Braunschweig zurück. Zuletzt leitete er dort einen Strafsenat und einen Zivilsenat.

Marc Plücker ist 54 Jahre alt. Er trat im Januar 2003 nach Abschluss seiner juristischen Ausbildung und einer kurzen Tätigkeit als Dozent eines juristischen Repetitoriums in den höheren Justizdienst des Landes Nordrhein-Westfalen ein. Nach Stationen beim Landgericht Aachen und beim Amtsgericht Geilenkirchen wurde er im Juni 2006 zum Richter am Landgericht Aachen ernannt.

Von März 2013 bis November 2016 war Plücker als wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Bundesgerichtshof abgeordnet. Anschließend wurde er beim Oberlandesgericht Köln zum Richter am Oberlandesgericht ernannt. Neben seiner richterlichen Tätigkeit übernahm er dort Aufgaben beim Zentralen IT-Dienstleister der Justiz Nordrhein-Westfalen. Zuletzt war er vollständig in einem Zivilsenat des Oberlandesgerichts Köln tätig.

Antje Schiller ist 48 Jahre alt und trat im September 2005 in den höheren Justizdienst des Freistaates Sachsen ein. Während ihrer Proberichterzeit war sie beim Sozialgericht Chemnitz und beim Landgericht Leipzig eingesetzt. Anfang 2009 wurde sie bei der Staatsanwaltschaft Leipzig zur Staatsanwältin ernannt, war zunächst aber weiter als Richterin kraft Auftrags beim Landgericht Leipzig tätig.

Von April 2012 bis August 2015 war Schiller als wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Bundesgerichtshof abgeordnet. Im November 2019 wurde sie beim Landgericht Leipzig zur Richterin am Landgericht ernannt und im März 2024 zur Vorsitzenden Richterin am Landgericht befördert. Dort leitete sie zuletzt eine Schwurgerichtskammer und nahm außerdem Aufgaben der Gerichtsverwaltung wahr.

Mit Neef, Plücker und Schiller verstärkt der Bundesgerichtshof den neuen Leipziger Strafsenat personell. Der 7. Strafsenat ergänzt die bereits in Leipzig ansässigen Strafsenate und soll die Revisionsrechtsprechung in Strafsachen entlasten.

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