Widmann übernimmt Autolöwen-Standort Aalen – übrige Niederlassungen schließen

Aalen/Schwäbisch Hall, 1. Juli 2026 (JPD). In der Insolvenz der Autolöwen GmbH bleibt der Standort Aalen erhalten. Insolvenzverwalter Dr. Markus Schuster von der Kanzlei Schultze & Braun hat das dortige Autohaus mit Wirkung zum 1. Juli 2026 an das Autohaus Widmann verkauft. Alle 33 Arbeitsplätze am Aalener Standort bleiben bestehen.

Der Standort war früher als Autohaus Spiegler bekannt und gehörte zuletzt zur Autolöwen-Gruppe. Für Kundinnen und Kunden sollen sich durch die Übernahme keine unmittelbaren Änderungen ergeben. Die bekannten Ansprechpartner bleiben ebenso erhalten wie die Verkaufs-, Service- und Werkstattleistungen für die Marken Opel, Peugeot, Citroën und Leapmotor.

Die Widmann-Gruppe stärkt mit der Übernahme ihr Markenportfolio und setzt ihren Wachstumskurs fort. Zu dem Unternehmen gehören nun 15 Autohäuser und vier Vertriebsstützpunkte in Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen und Brandenburg. Die Gruppe beschäftigt rund 1.150 Mitarbeitende.

Insolvenzverwalter Schuster sprach von einer guten Nachricht im Verfahren. Es sei gelungen, in konstruktiven Gesprächen schnell eine Einigung mit der Widmann-Gruppe zu erzielen. Den Investorenprozess hatte Nikolaus Röver von der PLUTA Management GmbH strukturiert und begleitet.

Für die übrigen Standorte der Autolöwen GmbH gibt es dagegen keine Fortführungslösung. Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. Juli 2026 musste der Geschäftsbetrieb in Schwäbisch Hall, Öhringen, Ludwigsburg, Crailsheim und Heilbronn eingestellt werden. Eine eigenständige Fortführung des Unternehmens war nach Angaben des Insolvenzverwalters wirtschaftlich nicht möglich.

Im Rahmen der Investorensuche wurden mehr als 200 potenzielle Interessenten angesprochen. Mit 19 davon wurden nähere Gespräche geführt, neun legten ein Angebot vor oder bekundeten konkreteres Interesse an einzelnen oder mehreren Standorten. Während Aalen erfolgreich übertragen werden konnte, scheiterten mögliche Lösungen für Crailsheim und Schwäbisch Hall an fehlenden Einigungen zwischen Vermietern und Interessenten. In Öhringen zog sich ein Interessent zurück; für die weiteren Standorte lagen keine Angebote vor.

Von den rund 150 verbliebenen Mitarbeitenden musste der Insolvenzverwalter rund 100 kündigen. Etwa 50 Beschäftigte hatten zuvor Aufhebungsverträge geschlossen, weil sie anderweitig neue Arbeitsstellen gefunden hatten. Die angemieteten Standorte sollen nun geordnet abgewickelt und an die Eigentümer übergeben werden.

Die Autolöwen GmbH mit Sitz in Schwäbisch Hall war eine regionale Autohausgruppe mit mehreren Standorten in Baden-Württemberg. Das Unternehmen vertrieb Neu- und Gebrauchtfahrzeuge unter anderem der Marken Peugeot, Citroën, Opel, Fiat, Alfa Romeo, Abarth und Jeep und bot ergänzend Service-, Werkstatt- und Mobilitätsdienstleistungen an.

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