Fast 60.000 Liter steuerbefreiten Dieselkraftstoff stellte der Zoll am 1. Mai 2024 im Nord-Ostsee-Kanal in Brunsbüttel im Tank einer Privat-Yacht fest und sicherte dadurch Energiesteuerabgaben in Höhe von fast 30.000 Euro.

„Der für gewerblichen Schiffsverkehr erlaubte und mit einem roten Markierstoff gekennzeichnete steuerbefreite Dieselkraftstoff wurde in den Niederlanden in die Yacht getankt.“, so Maurice Douce, Sprecher des Hauptzollamtes Itzehoe. Von dort aus sollte das Schiff über den Nord-Ostsee-Kanal in die Ostsee zu ihrem Liegeplatz fahren.

Douce weiter: „Nach Eintreten in das deutsche Hoheitsgebiet hätte diese Yacht den ersten Hafen, hier der Hafen in Emden, anlaufen müssen. Dort hätte die Energiesteuer angemeldet und bezahlt werden müssen. Die Yacht fuhr an diesem Hafen vorbei, sodass eine Steuerhinterziehung verwirklicht wurde.“

An Bord nahmen die Zöllnerinnen und Zöllner Proben aus dem Tank und konnten so den gekennzeichneten Kraftstoff feststellen. Es schließt sich eine Untersuchung der Proben zur zweifelsfreien Feststellung der Art des Kraftstoffes an.

Gegen den Schiffseigner der Yacht wurde vor Ort ein Steuerstrafverfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung eingeleitet. Der Eigner zeigte sich kooperativ und entrichtete die notwendigen Abgaben direkt vor Ort.

Die weiteren Ermittlungen dauern an und werden durch das Hauptzollamt Itzehoe im Itzehoe geführt.

Zusatzinformation:

Der rote Markierstoff von steuerbefreitem Dieselkraftstoff soll die missbräuchliche Verwendung verhindern. Nachdem ein Tank mit diesem befüllt wurde, benötigt er eine Reinigung, um die Rückstände des Markierstoffs zu entfernen.

(c) HZA Itzehoe, 07.05.2024

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