Vergeltungsakt: Drei Brüder nach tödlichen Schüssen in Weißensee angeklagt

Berlin, 15. Juli 2026 (JPD). Die Staatsanwaltschaft Berlin hat drei Brüder im Alter von 32, 25 und 23 Jahren wegen eines tödlichen Angriffs auf einen 44-Jährigen angeklagt. Das Verfahren soll vor einer Schwurgerichtskammer des Landgerichts Berlin geführt werden.

Dem 32- und dem 25-Jährigen werden gemeinschaftlicher heimtückischer Mord aus niedrigen Beweggründen, ein Verstoß gegen das Waffengesetz und versuchte Brandstiftung vorgeworfen. Der 32-Jährige soll zudem gemeinsam mit dem 23-Jährigen eine vollendete Brandstiftung begangen haben.

Schüsse sollen Vergeltungsakt gewesen sein

Die beiden älteren Brüder sollen beschlossen haben, die Tötung ihres 31 Jahre alten Cousins zu rächen. Dieser war im Juli 2025 vor einem Café in Berlin-Wedding erstochen worden.

Nach der Anklage spähten die Angeschuldigten den 44-Jährigen zunächst aus und passten ihn am 31. Januar 2026 vor seinem Wohnhaus in Berlin-Weißensee ab. Als er in einen Transporter einstieg, sollen sie aus einem heranfahrenden Auto auf ihn geschossen haben. Der Mann starb noch am Tatort.

Anschließend sollen der 32- und der 25-Jährige versucht haben, das Fluchtfahrzeug anzuzünden. Nachdem das Feuer erloschen war, sollen der 32- und der 23-Jährige den Wagen am folgenden Morgen erneut in Brand gesetzt haben. Das Fahrzeug brannte vollständig aus.

Alle drei Angeschuldigten befinden sich in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen zur Tötung des 31-jährigen Cousins dauern an.

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