Dr. Karin Angerer soll Präsidentin des Bundesgerichtshofs werden

München, 1. Juli 2026 (JPD). Dr. Karin Angerer soll neue Präsidentin des Bundesgerichtshofs werden. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch die entsprechende Personalie. Die bisherige Präsidentin des Oberlandesgerichts Bamberg soll ihr neues Amt am 1. September 2026 als Nachfolgerin von Bettina Limperg antreten.

Bayerns Justizminister Georg Eisenreich gratulierte Angerer zu der vorgesehenen Ernennung. Er bezeichnete sie als herausragende Juristin aus Bayern und als exzellente Wahl für die Leitung des obersten deutschen Gerichts für Zivil- und Strafverfahren. Die Ernennung sei zugleich eine große Ehre für Bayern.

Die 62-jährige Angerer stammt aus Würzburg. Ihre juristische Laufbahn begann sie 1993 bei der Staatsanwaltschaft München I. Danach war sie im Bayerischen Justizministerium tätig und wurde unter anderem als Nationale Expertin bei der Generaldirektion Wettbewerb der Kommission der Europäischen Gemeinschaften eingesetzt.

Später war Angerer mehrere Jahre als Zivilrichterin an den Landgerichten München I und München II sowie am Oberlandesgericht München tätig. Zudem leitete sie verschiedene Referate im Bayerischen Justizministerium.

2019 wurde Angerer Vizepräsidentin des Landgerichts München II. 2021 übernahm sie als Ministerialdirigentin die Leitung des Landesjustizprüfungsamtes sowie der Abteilung für Ausbildung, Fortbildung, Prüfungsrecht und Internationale Zusammenarbeit im Bayerischen Justizministerium. Seit September 2023 ist sie Präsidentin des Oberlandesgerichts Bamberg.

Eisenreich würdigte Angerer als leistungsstarke und hochqualifizierte Führungspersönlichkeit mit herausragender juristischer Fachkompetenz, großem Erfahrungsschatz und Fingerspitzengefühl. Sie habe sich in vielfältigen und anspruchsvollen Positionen der bayerischen Justiz besonders bewährt.

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