Aktuelle Meldungen aus Politik, Wirtschaft und Justiz
Die reale (preisbereinigte) Produktion im Produzierenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Januar 2025 gegenüber Dezember 2024 saison- und kalenderbereinigt um 2,0 % gestiegen.
Etwas weniger Unternehmen in der Bauwirtschaft berichteten von fehlenden Aufträgen. Dennoch bleibt der Auftragsmangel im Februar ein Problem für rund 42 Prozent der Unternehmen. Im Januar waren es 44 Prozent. „Die Auftragslage im Bau bleibt angespannt“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen. „Zwar ist die Zahl der Unternehmen mit Auftragsmangel leicht zurückgegangen, von einer Entspannung ist aber noch keine Rede.“
Mit der Heirat verringern Frauen ihr Arbeitseinkommen im Schnitt um 20 Prozent. Grund dafür ist, dass sie weniger arbeiten oder ganz aufhören zu arbeiten. Bei Männern sei hingegen keine Einkommensverringerung nach der Eheschließung zu beobachten. Das zeigt eine Studie von Autoren des ifo Instituts und der Universität Oslo anhand von Rentenversicherungsdaten.
Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Januar 2025 gegenüber Dezember 2024 saison- und kalenderbereinigt um 7,0 % gefallen.
Der Dienstleistungssektor in Deutschland (ohne Finanz- und Versicherungsdienstleistungen) hat im Jahr 2024 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) real (preisbereinigt) 0,1 % und nominal (nicht preisbereinigt) 3,0 % mehr Umsatz erwirtschaftet als im Jahr 2023, in dem der bisher höchste Umsatz seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2015 erzielt wurde.
Im Jahr 2023 wurden in Deutschland 129,7 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Berechnungen mitteilt, waren das 7 % oder 8,3 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr. Damit setzte sich der langjährige, nur im Corona-Jahr 2020 unterbrochene Trend steigender Forschungs- und Entwicklungsausgaben fort. In die Zahlen fließen die gesamten Ausgaben für Forschung und Entwicklung in außeruniversitären Einrichtungen, an Hochschulen und in der Wirtschaft ein.
Die Bundesregierung ordnet auf Grundlage des Energiesicherungsgesetzes (EnSiG) die Verlängerung der Treuhandverwaltung über die Rosneft Deutschland GmbH (RDG) und die RN Refining & Marketing GmbH (RNRM) bis zum 10. September 2025 an. Mit der Verlängerung behält die Bundesnetzagentur weiterhin die Kontrolle über Rosneft Deutschland und damit auch über den jeweiligen Anteil in den drei Raffinerien PCK Schwedt, MiRo (Karlsruhe) und Bayernoil (Vohburg).
Das Bundeskartellamt macht im Bereich des Kraftstoffgroßhandels erstmals Gebrauch von dem 2023 in Kraftgetretenen neuen Wettbewerbsinstrument (§ 32f Abs. 3 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen, GWB). Die Behörde hat ein Verfahren eingeleitet, um in einem ersten Schritt zu prüfen, ob im Kraftstoffgroßhandel eine erhebliche und dauerhafte Störung des Wettbewerbs vorliegt.
Wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) in einer heute veröffentlichten Analyse feststellt, steigt die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften in Deutschland im Februar nochmals an. Die Frühindikatoren zeigen jedoch, dass die jahrelange Phase steigender Insolvenzzahlen vorerst beendet sein könnte.
Die Erholung der globalen Private Equity-(PE-)Branche nimmt allmählich Gestalt an. Entscheidend hierfür sind vermehrte Investmenttätigkeiten und Erfolge beim Verkauf von Beteiligungen. Die 16. Auflage des jährlichen „Global Private Equity Report“ der internationalen Unternehmensberatung Bain & Company zeigt jedoch, dass die Überwindung des größten Einbruchs seit der globalen Finanzkrise 2008 kein Selbstläufer ist.
Die Kraftstoffpreise sind im Vergleich zur vergangenen Woche spürbar gesunken. Hauptursache dafür war der weitere Rückgang des Ölpreises, aber auch der festere Euro trägt dazu bei. Wie die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen zeigt, kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Mittel derzeit 1,735 Euro, das sind 1,4 Cent weniger als vor Wochenfrist.
Der Gender Pay Gap, also die anhand der Bruttostundenlöhne gemessene durchschnittliche Verdienstlücke zwischen Frauen und Männern, lag in Deutschland zuletzt bei 16 Prozent. Wie eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zeigt, verbergen sich hinter dieser Zahl aber teils gravierende Unterschiede nach Alter und Bildungsniveau. Demnach steigt der Gender Pay Gap mit zunehmendem Alter deutlich. Vor allem in der Phase der Familiengründung wird die Verdienstlücke größer. Das gilt zudem für alle Bildungsgruppen, am stärksten aber für Beschäftigte mit abgeschlossenem Hochschulstudium.
Die Stimmung in der Autoindustrie hat sich im Februar verbessert. Der Index für das Geschäftsklima der Branche stieg im Februar auf minus 34,8 Punkte, von minus 40,1 Punkten im Januar. „Die Autoindustrie steckt zwar immer noch in der Krise, aber die Unternehmen sehen den kommenden Monaten etwas optimistischer entgegen“, sagt ifo Branchenexpertin Anita Wölfl.
Die Finanzaufsicht BaFin hat am 4. Februar 2025 Geldbußen in Höhe von 23,05 Millionen Euro gegen die Deutsche Bank AG festgesetzt. Das Unternehmen hatte im Zusammenhang mit dem Vertrieb von Derivaten gegen organisatorische Pflichten des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) verstoßen. Zudem hatte ihre Zweigniederlassung Postbank die Aufzeichnungspflicht von Anlageberatungen missachtet und die Vorgaben des Zahlungskontengesetzes (ZKG) zur Kontowechselhilfe mehrfach nicht eingehalten.
„Die chemische Industrie steckt in einer Krise: hohe Energiekosten, bürokratische Hürden, schwache Nachfrage und zunehmende Handelsbarrieren belasten sie im globalen Wettbewerb“, sagt Branchenexpertin Anna Wolf vom ifo Institut.
Tanken war im Februar etwas teurer als im Januar, obwohl die Kraftstoffpreise eigentlich hätten sinken müssen. Der zentrale Grund: Im Januar notierte Öl der Sorte Brent durchgehend über 75 US-Dollar je Barrel, zum Teil sogar deutlich über der Marke von 80 US-Dollar. Im Februar lag der Ölpreis dagegen fast durchgehend mehrere Dollar niedriger als im Vormonat. Ganz anders hingegen die Kraftstoffpreise, wie die aktuelle ADAC Auswertung vom Februar zeigt.
Die Industrie in Deutschland verliert nach eigener Einschätzung im internationalen Wettbewerb drastisch an Boden. 24 Prozent der Unternehmen schätzten im Januar ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Ländern außerhalb der EU als gering ein. Auch der Wettbewerb innerhalb der EU wird härter – das gaben 21 Prozent an. Kaum ein Unternehmen sah seine Position gegenüber der weltweiten Konkurrenz verbessert. „Einen solchen Einbruch im internationalen Wettbewerb in derart kurzer Zeit haben wir bisher nicht beobachtet“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen.
Die Inflationsrate in Deutschland wird im Februar 2025 voraussichtlich +2,3 % betragen. Gemessen wird sie als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach bisher vorliegenden Ergebnissen weiter mitteilt, steigen die Verbraucherpreise gegenüber Januar 2025 um 0,4 %.