Aktuelle Meldungen aus Politik, Wirtschaft und Justiz
Im Juni 2025 sind die deutschen Exporte leicht um 0,8 % gestiegen, während die Importe mit einem Plus von 4,2 % deutlich kräftiger zulegten, wodurch der Handelsüberschuss schrumpfte. Vor allem die Exporte in die USA gingen zurück, während die Importe aus China und den USA deutlich zunahmen.
Die Stimmung in der chemischen Industrie hat sich im Juli deutlich eingetrübt – der ifo-Geschäftsklimaindex fiel auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren. Ursachen sind eine schwache Nachfrage, historisch niedrige Auftragsbestände und zunehmende Belastungen durch geopolitische Unsicherheiten wie den Handelskonflikt mit den USA.
Der preisbereinigte Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist im Juni 2025 um 1,0 % gesunken, was vor allem auf einen deutlichen Rückgang im Sonstigen Fahrzeugbau zurückzuführen ist. Ohne Großaufträge stieg das Auftragsvolumen hingegen leicht, während der Umsatz im selben Zeitraum um 0,9 % zulegte.
OGE plant gemeinsam mit ONTRAS und Fluxys den Bau zweier CO₂-Pipelines von Deutschland bis nach Belgien, um abgeschiedenes CO₂ aus Industrieprozessen zu Offshore-Speichern zu transportieren. Das Bundeskartellamt sieht aktuell keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken, mahnt aber zur strikten Einhaltung kartellrechtlicher Grenzen bei der Kooperation.
Die Siedlungs- und Verkehrsfläche in Deutschland ist im Zeitraum 2020–2023 täglich um durchschnittlich 51 Hektar gewachsen – 2 Hektar mehr als im Vergleichszeitraum davor. Trotz leicht gebremsten Wachstums bei Wohn-, Industrie- und Gewerbeflächen nimmt besonders die Fläche für Photovoltaik und Freizeit deutlich zu.
Der Dienstleistungssektor in Deutschland verzeichnete im Mai 2025 im Vergleich zum Vormonat einen realen Umsatzrückgang von 0,5 %. Während insbesondere freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen zulegten, gingen die Umsätze in Bereichen wie Verkehr, Immobilien und sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen teils deutlich zurück.
Das Bundeskartellamt hat die Übernahme von Informatica durch Salesforce ohne Auflagen freigegeben. Trotz starker Marktpräsenz der Beteiligten sah die Behörde keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken angesichts zahlreicher Alternativangebote.
Das Bundeskartellamt hat die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens von RTL2 und Warner Bros. Discovery zur gemeinsamen TV-Werbevermarktung genehmigt. Da beide Anbieter im Markt vergleichsweise klein sind, sieht die Behörde keine Wettbewerbsbedenken, sondern vielmehr Impulse für mehr Wettbewerb im sogenannten „Big Screen“-Werbemarkt.
Der Geschäftsklimaindex der deutschen Autoindustrie hat sich im Juli deutlich verbessert, bleibt aber weiterhin im negativen Bereich. Trotz vorsichtigem Optimismus bei Erwartungen und Exporten bleibt die Lage angespannt – vor allem wegen der weiterhin hohen US-Zölle.
Trotz gestiegener Eispreise ist Speiseeis für die meisten Deutschen weiterhin erschwinglich, da die Nettolöhne mit der Preisentwicklung größtenteils Schritt gehalten haben. Laut einer IW-Studie kostet ein Magnum-Eis heute im Schnitt knapp sieben Minuten Arbeitszeit – ähnlich viel wie vor Jahren.
Laut einer aktuellen Auswertung des ADAC haben sich die Kraftstoffpreise im Juli unterschiedlich entwickelt. Für einen Liter Super E10 mussten Autofahrerinnen und Autofahrer im Juli durchschnittlich 1,674 Euro zahlen. Der Preis für Diesel lag dagegen im Schnitt bei 1,617 Euro je Liter und damit um 3,2 Cent höher als noch im Juni.
Die Inflationsrate in Deutschland liegt im Juli 2025 voraussichtlich bei 2,0 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Preise steigen gegenüber Juni leicht um 0,3 %, während die Kerninflation weiterhin bei 2,7 % liegt.
Im Juni 2025 lagen die Importpreise um 1,4 % unter dem Vorjahreswert, was vor allem auf deutlich gesunkene Energiepreise zurückzuführen ist. Die Exportpreise stiegen im Jahresvergleich um 0,7 %, gingen jedoch gegenüber dem Vormonat leicht zurück.
Tanken ist aktuell etwas preiswerter als vor einer Woche, während gleichzeitig der Ölpreis als ein wesentlicher Faktor für die Höhe der Spritpreise leicht gestiegen ist und auch der Euro etwas schwächer notiert. Das zeigt die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland.
Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) sinkt im Juli leicht und liegt nun bei 92,3 Punkten – das ist knapp ein Punkt weniger als im Juni. Damals erreichte der Barometerwert ein Zwei-Jahres-Hoch. Nun entfernt er sich wieder etwas von der neutralen 100-Punkte-Marke, die ein durchschnittliches Wachstum der deutschen Wirtschaft anzeigt. „Die konjunkturelle Belebung der deutschen Wirtschaft verläuft wie erwartet holprig“, sagt DIW-Konjunkturchefin Geraldine Dany-Knedlik.
Das Bruttoinlandsprodukt ist im 2. Quartal 2025 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,1 % gegenüber dem Vorquartal gesunken, nachdem es zum Jahresbeginn noch ein Plus von 0,3 % verzeichnet hatte. Im Vorjahresvergleich blieb die Wirtschaftsleistung preisbereinigt unverändert, preis- und kalenderbereinigt lag sie 0,4 % höher.
Der Einzelhandelsumsatz in Deutschland ist im Juni 2025 gegenüber Mai 2025 kalender- und saisonbereinigt real um 1,0 % und nominal um 0,8 % gestiegen; im Vorjahresvergleich ergibt sich ein deutliches Plus von real 4,9 %. Besonders stark entwickelte sich der Internet- und Versandhandel mit einem realen Umsatzanstieg von 9,0 % zum Vormonat und 20,4 % zum Vorjahr.
Die Materialknappheit bei den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen hat im Juli spürbar zugenommen. In einer aktuellen Umfrage des ifo Instituts meldeten 12,7 Prozent der befragten Unternehmen Engpässe – nach nur 5,7 Prozent im April.