Aktuelle Meldungen aus Politik, Wirtschaft und Justiz
Das ifo-Geschäftsklima im Einzelhandel hat sich im Oktober leicht verbessert, bleibt aber auf niedrigem Niveau. Händler sehen ihre Lage etwas positiver, blicken jedoch weiterhin skeptisch auf die kommenden Monate.
Jedes dritte Unternehmen in Deutschland will 2026 Stellen abbauen. Laut IW-Konjunkturumfrage droht der Wirtschaft eine anhaltende Investitionskrise. Besonders die Industrie zeigt sich pessimistisch, während nur wenige Regionen auf eine Erholung hoffen.
Das Amtsgericht Charlottenburg hat über das Vermögen der Pflegewerk Berlin GmbH die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet. Der Geschäftsbetrieb mit 420 Beschäftigten läuft weiter, die Pflegebedürftigen werden weiterhin zuverlässig betreut.
Im dritten Quartal 2025 steigen die Immobilienpreise in Deutschland leicht, während Mieten in den meisten Großstädten deutlich zulegen. Berlin bildet die einzige Ausnahme mit einem moderaten Rückgang der Neuvertragsmieten.
Die Bio-Backwarenmanufaktur 32° in Augsburg wird nach Insolvenz von André Heuck übernommen und in CUMPANUM integriert. Standort, Name und nahezu alle Arbeitsplätze bleiben erhalten, während die handwerkliche Tradition fortgeführt wird.
Der Einzelhandelsumsatz in Deutschland ist im September 2025 real um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Während der Lebensmitteleinzelhandel zulegte, verzeichnete der Nichtlebensmittelhandel Rückgänge. Der Onlinehandel bleibt Wachstumstreiber.
Laut ifo Institut fällt es 77,8 Prozent der deutschen Unternehmen schwer, ihre zukünftige Geschäftsentwicklung einzuschätzen. Damit steigt die wirtschaftliche Unsicherheit im Oktober 2025 auf den zweithöchsten Wert seit der Corona-Pandemie. Besonders stark betroffen ist die Industrie.
Die Importpreise lagen im September 2025 um 1,0 Prozent unter dem Vorjahreswert. Hauptgrund war der anhaltende Rückgang der Energiepreise. Ohne Energie blieben die Einfuhrpreise nahezu stabil. Die Exportpreise stiegen im Jahresvergleich um 0,6 Prozent, getrieben vor allem durch teurere Konsumgüter.
Die Inflationsrate in Deutschland beträgt im Oktober 2025 laut vorläufigen Zahlen 2,3 Prozent. Auch der harmonisierte Verbraucherpreisindex liegt auf diesem Niveau. Ohne Energie und Lebensmittel – also bei der Kerninflation – ergibt sich ein Anstieg um 2,8 Prozent.
Das Bundeskartellamt bewertet die geplante Informationsbörse für Halbleiter-Restbestände als unbedenklich. Hersteller und Zulieferer können Restbestände anonym anbieten, um Produktionsengpässe zu vermeiden.
Die deutsche Wirtschaft trat im dritten Quartal 2025 auf der Stelle. Das Bruttoinlandsprodukt blieb stabil, lag aber 0,3 Prozent über dem Vorjahreswert. Laut Destatis stützten Investitionen die Konjunktur, während Exporte zurückgingen.
Fünf Jahre nach der Insolvenz der Gusswerke Leipzig GmbH hat Insolvenzverwalter Rüdiger Bauch 7,5 Millionen Euro an frühere Mitarbeitende und Gläubiger ausgezahlt. Die Summe stammt vor allem aus der Verwertung des ehemaligen Gießereigeländes, auf dem heute ein Gewerbepark entsteht.
Die Kraftstoffpreise haben seit der vergangenen Woche einen deutlichen Sprung nach oben gemacht. Dies gilt vor allem für Diesel-Kraftstoff, der sich doppelt so stark verteuert hat wie Benzin.
Das DIW-Konjunkturbarometer für Deutschland fällt im Oktober auf 91,1 Punkte und signalisiert eine Abschwächung der Wirtschaft. Industrie und Dienstleistungen zeigen gemischte Signale, während die Wirkung der Reformpakete abgewartet wird.
In Deutschland bleibt Wohneigentum eng mit der Herkunft verbunden. Laut einer DIW-Studie haben Kinder von Eigentümereltern deutlich bessere Chancen, Immobilien zu besitzen. Steigende Preise erschweren den Erwerb für junge Generationen zunehmend.
Die Materialknappheit in der Elektronik- und Optikindustrie nimmt laut ifo-Institut deutlich zu. Grund sind Handelsbeschränkungen bei Seltenen Erden. Sollte der Trend anhalten, könnte das Wirtschaftswachstum beeinträchtigt werden.
Die ifo Exporterwartungen sind im Oktober auf 2,8 Punkte gefallen. Vor allem Metall-, Chemie- und Papierindustrie erwarten Rückgänge, während Auto- und Elektrobranche optimistischer bleiben. Eine spürbare Erholung der deutschen Exportwirtschaft ist laut ifo derzeit nicht in Sicht.
Die Deutschen haben im ersten Halbjahr 2025 im Schnitt 10,3 Prozent ihres Einkommens gespart. Damit liegt die Sparquote leicht unter dem Vorjahr, aber über dem EU-Durchschnitt. Deutschland zählt laut Destatis und Eurostat weiterhin zu den Ländern mit der höchsten Bruttosparquote in Europa.