Aktuelle Meldungen aus Politik, Wirtschaft und Justiz
Die jüngste Befreiung multinationaler US-Unternehmen von wesentlichen Bestimmungen der Globalen Mindeststeuer (GMT) könnte die Wirksamkeit der wegweisenden internationalen Steuerreform schwächen. Zu diesem Ergebnis kommt ein kürzlich veröffentlichter EconPol Policy Brief.
Das deutsche Gastgewerbe hat im August 2025 spürbare Umsatzrückgänge verzeichnet. Sowohl Beherbergung als auch Gastronomie lagen deutlich unter dem Vorjahresniveau.
Trotz hoher US-Zusatzzölle sanken die deutschen Eisen- und Stahlexporte in die Vereinigten Staaten im Jahr 2025 nur leicht. Der Anteil der USA an den Exporten betrug 6,2 Prozent. Rückgänge gab es auch bei den Importen, während Aluminiumlieferungen in die USA stärker zurückgingen.
Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im September 2025 um 1,7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Hauptursache waren niedrigere Energiepreise, während Investitions- und Verbrauchsgüter teurer wurden.
Das Geschäftsklima im deutschen Wohnungsbau hat sich laut ifo Institut im September deutlich verbessert. Trotz der positiven Stimmung bleibt die Auftragslage angespannt und eine echte Trendwende ist noch nicht in Sicht.
Die weltweite Stahlnachfrage stabilisiert sich leicht, Deutschland bleibt jedoch Schlusslicht unter den Industrieländern. Der Verband worldsteel erwartet für 2026 nur eine moderate Erholung. Die Wirtschaftsvereinigung Stahl fordert politische Maßnahmen und Impulse vom kommenden Stahlgipfel.
Nach Ansicht von ifo-Präsident Clemens Fuest sind institutionelle Reformen notwendig, um die Infrastruktur in Deutschland nachhaltig zu verbessern. „Für eine dauerhafte Verbesserung der Infrastruktur in Deutschland wird mehr gebraucht als Geld. Auch der aktuelle Sonderschuldentopf wird nichts daran ändern, dass in politischen Prozessen Ausgaben für die Instandhaltung der bestehenden Infrastruktur tendenziell vernachlässigt werden,“ sagt Fuest.
Von Januar bis August 2025 wurden in Deutschland 7,6 Prozent mehr Neubauwohnungen genehmigt als im Vorjahr. Der Aufwärtstrend bei Einfamilienhäusern hält an, während Zweifamilienhäuser rückläufig sind. Im August stieg die Zahl der Genehmigungen insgesamt um 5,7 Prozent.
Der reale Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe ist im August 2025 um 0,1 Prozent zum Vormonat gestiegen. Die Reichweite der Aufträge erhöhte sich auf 7,9 Monate. Zuwächse im Maschinenbau kompensierten Rückgänge in der Automobilindustrie.
Die Lasten lokaler Gewerbesteuern landen in erheblichem Umfang bei den Eigentümern von Immobilien. Dies zeigt eine neue Studie des ifo Instituts und EconPol Europe. Eigentümer von Grundstücken tragen etwa 26 Prozent der Steuerlasten. Unternehmer schultern zeitweise einen Großteil der Lasten, übertragen diese dann aber zu Teilen.
Immer weniger Menschen in Deutschland können ihre Wohnung aus finanziellen Gründen nicht ausreichend heizen. 2024 betraf dies 6,3 Prozent der Bevölkerung – deutlich weniger als im Vorjahr. Während die Energiepreise insgesamt sanken, verteuerte sich Erdgas im September 2025 leicht um 0,7 Prozent.
Autofahrerinnen und Autofahrer können sich in dieser Woche über leicht gesunkene Kraftstoffpreise freuen. Laut aktueller ADAC Auswertung sind die bundesweiten Durchschnittspreise sowohl für Benzin als auch für Diesel im Wochenvergleich zurückgegangen.
Die öffentliche Verschuldung Deutschlands stieg im zweiten Quartal 2025 auf 2,554 Billionen Euro. Während der Bund und viele Gemeinden höhere Schulden verzeichneten, konnten mehrere Länder ihre Verbindlichkeiten verringern.
Das Bundeskartellamt hat die Übernahme von CureVac durch BioNTech genehmigt. Die mRNA-Forschungspipelines der Unternehmen überschneiden sich kaum, sodass der Innovationswettbewerb nicht beeinträchtigt wird. Die Fusion erfolgt über einen Aktientausch.
Deutschland wird nur knapp die Hälfte der neuen Schulden für zusätzliche Investitionen verwenden. Das ergab eine aktuelle Umfrage des ifo Instituts unter VWL-Professorinnen und -Professoren in Deutschland. Im Durchschnitt schätzen die Befragten, dass nur rund 47 Prozent des schuldenfinanzierten Sondervermögens „Infrastruktur und Klimaneutralität“ neue Investitionsprojekte finanzieren werden.
Die Inflationsrate in Deutschland lag im September 2025 bei 2,4 Prozent und damit leicht über dem Vormonatswert. Während Dienstleistungen und bestimmte Waren deutlich teurer wurden, schwächte sich der Preisrückgang bei Energie weiter ab. Die Kerninflation blieb mit 2,8 Prozent auf hohem Niveau.
Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft stammt mittlerweile jede siebte Patentanmeldung in Deutschland von Zugewanderten. Besonders stark wächst der Anteil von Erfinderinnen und Erfindern aus Ost- und Südeuropa sowie Indien. Das IW fordert mehr Offenheit und schnellere Verfahren für internationale Fachkräfte.
Der Mietmarkt in deutschen Großstädten spaltet sich zunehmend. Während bei bestehenden Verträgen die Mieten nur moderat zulegten, stiegen die Mieten bei Neuverträgen in den sieben größten deutschen Städten seit 2013 um rund 75 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des ifo Instituts.