Aktuelle Meldungen aus Politik, Wirtschaft und Justiz
Im zweiten Quartal 2025 sind die Immobilienpreise in Deutschland erneut gestiegen, insbesondere bei Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern. Die Mieten zogen zwar ebenfalls an, entwickelten sich jedoch erstmals seit Jahren langsamer als die Kaufpreise. Im zweiten Quartal 2025 zeigten sich nach einer Phase des Rückgangs der Preise wieder Preissteigerungen auf dem deutschen Markt für Wohneigentum. So kosteten
Zum Jahresende 2024 betrug die öffentliche Verschuldung in Deutschland 2 510,5 Milliarden Euro – ein Anstieg um 2,6 % gegenüber dem Vorjahr; die Pro-Kopf-Verschuldung lag bei 30 062 Euro. Während alle staatlichen Ebenen höhere Schulden verzeichneten, stiegen insbesondere die kommunalen Schulden deutlich um 10,3 %.
Die energiebedingten CO₂-Emissionen in Deutschland sind seit 2010 um knapp 30 % gesunken, insbesondere durch Rückgänge in der Energieversorgung und bei privaten Haushalten. Während sich die Emissionen aus Kohle halbierten, stagniert der Straßenverkehr seit 2020 auf hohem Niveau.
Die Unternehmen in Deutschland bauen weiterhin Stellen ab, wenn auch seltener als im Vormonat. Das ifo Beschäftigungsbarometer stieg im Juli leicht auf 94,0 Punkte, nach 93,7 Punkten im Juni. „Von einem Aufschwung am Arbeitsmarkt sind wir noch deutlich entfernt“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen.
Die Zahl der fertiggestellten Wohngebäude in Fertigteilbauweise ist 2024 um 15,5 % gesunken, blieb damit aber stabiler als der konventionelle Neubau, der einen Rückgang von 23 % verzeichnete. Besonders betroffen sind Ein- und Zweifamilienhäuser, während Wohnheime im Fertigteilbau deutlich zulegten.
Die Menge gefährlicher Abfälle in Deutschland sank 2023 auf 22,5 Millionen Tonnen und erreichte damit den niedrigsten Stand seit 2015. Hauptverursacher bleiben Bau- und Abbruchsektor sowie die Wasser- und Abfallwirtschaft, die zusammen über 60 % des Gesamtaufkommens ausmachen.
Die ifo Exporterwartungen haben sich im Juli deutlich verbessert und liegen nur noch knapp im negativen Bereich. Während einige Branchen wie die Elektroausrüster und die Lebensmittelindustrie optimistisch in die Zukunft blicken, bleibt die Unsicherheit in anderen Bereichen wie der Metall- und Elektronikindustrie spürbar.
Die Deutsche Bundesbank hat im ersten Halbjahr 2025 in Deutschland rund 36.600 falsche Euro-Banknoten im Nennwert von knapp 2,1 Millionen Euro aus dem Verkehr gezogen. Die Anzahl der Fälschungen stieg gegenüber dem zweiten Halbjahr 2024 um 8 Prozent.
Die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland hat sich etwas verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex stieg im Juli auf 88,6 Punkte, nach 88,4 Punkten im Juni. Die Unternehmen zeigten sich etwas zufriedener mit den laufenden Geschäften. Ihre Erwartungen blieben hingegen nahezu unverändert.
Der reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ging im Mai 2025 gegenüber dem Vormonat leicht zurück, wobei der Hochbau deutlich einbrach und der Tiefbau stark zulegte. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen Auftragseingang, Umsatz und Beschäftigtenzahl insgesamt spürbar an.
Jedes dritte der vom ifo Institut befragten Industrie-Unternehmen rechnet mit einer Verschiebung globaler Handelsbeziehungen weg von den USA; nur 17 Prozent erwarten eine Zunahme. Mehr als 60 Prozent berichten über negative Auswirkungen der seit Januar eingeführten US-Zölle. Besonders betroffen sind exportstarke Branchen wie der Maschinenbau (87 Prozent) und die Metallerzeugung (68 Prozent).
Das Bundeskartellamt hat die Übernahme der Wurth Pflanzenschutz GmbH durch die ZG Raiffeisen eG genehmigt, da auch nach dem Zusammenschluss ausreichend Wettbewerb im regionalen Agrarhandel besteht. Anders als 2009 sieht die Behörde heute keine marktbeherrschende Stellung mehr, da zahlreiche starke Wettbewerber vorhanden sind.
Rund 4,4 Millionen Beschäftigte in Deutschland leisteten 2024 regelmäßig Überstunden – Männer etwas häufiger als Frauen, am meisten in der Finanz- und Energiebranche. Der Großteil der Mehrarbeit wurde über Arbeitszeitkonten ausgeglichen, doch jede fünfte betroffene Person arbeitete ohne Bezahlung länger.
Trotz leicht gestiegener Einnahmen gingen die durchschnittlichen Reinerträge von Arztpraxen in Deutschland 2023 um 6,3 % zurück, während Zahnarztpraxen deutliche Zuwächse verzeichneten und psychotherapeutische Praxen Rückgänge bei Einnahmen und Personal meldeten. Die Kosten stiegen in den meisten Bereichen überproportional zu den Einnahmen, was die wirtschaftliche Situation vieler Praxen belastete.
Ökonomen in Europa rechnen bis Ende des Jahres mit einem deutlich erhöhten Zollniveau auf Importe aus den USA. Das zeigt eine neue internationale Befragung des ifo Instituts von Wirtschaftsexperten im Rahmen des Economic Experts Survey (EES). Im Durchschnitt erwarten sie, dass die Zölle auf US-Produkte bei 18 Prozent liegen werden.
Die Preise für Angebotsmieten in deutschen Städten sind im zweiten Quartal dieses Jahres nur noch leicht gestiegen: Der Zuwachs lag sogar unterhalb der allgemeinen Teuerungsrate. Zugleich sank die Dauer, für die Wohnungsinserate online sind, deutlich – was für eine sehr hohe Nachfrage und schnelle Neuvermietungen spricht. Das zeigt das jüngste Update des vom Kiel Institut für Weltwirtschaft veröffentlichten GREIX-Mietpreisindex. Dabei werden die Angebotsmietpreise für Wohnungen auf Basis der VALUE Marktdatenbank in 20 deutschen Städten und Regionen ausgewertet.
Zum Schulstart im Sommer 2025 sind die Preise für Schulmaterialien gestiegen, besonders bei Schul- und Lehrbüchern mit einem Plus von 3,8 %. Andere Artikel wie Hefte oder Stifte verteuerten sich nur geringfügig oder unterdurchschnittlich im Vergleich zur allgemeinen Inflationsrate.
Laut aktuellem DIHK-Report droht in Deutschland ein dramatischer Mangel an Unternehmensnachfolgen: Mehr als die Hälfte aller Betriebsübergaben könnte scheitern, bis zu 250.000 Betriebe stehen auf der Kippe. Besonders betroffen sind Gastgewerbe, Handel und Verkehr – viele gesunde Betriebe drohen zu schließen, weil geeignete Nachfolger fehlen.