Aktuelle Meldungen aus Politik, Wirtschaft und Justiz
Die neue Bundesregierung hat nach Ansicht von ifo Präsident Clemens Fuest wichtige Weichen für die Sicherheitspolitik gestellt, in anderen Feldern aber noch Nachbesserungsbedarf. „Die Schwarz-Rote Koalition hat durch die Reform der Schuldenbremse Spielraum für hohe kreditfinanzierte Rüstungsausgaben geschaffen“, sagt Fuest. Dieses Geld so auszugeben, dass Deutschland den notwendigen Beitrag zur Sicherung des Friedens leisten kann, sei allerdings keine leichte Aufgabe.
Das Gastgewerbe in Deutschland hat im Mai 2025 sowohl im Vergleich zum Vormonat als auch zum Vorjahr deutliche reale Umsatzrückgänge verzeichnet. Besonders betroffen waren Hotels mit einem realen Minus von 7 % zum April sowie die Gastronomie mit einem realen Rückgang von 4,9 % zum Vorjahresmonat.
Mehr als die Hälfte der Unternehmen in Deutschland sehen den Fachkräftemangel als größte Herausforderung bei der Personalplanung – besonders betroffen sind Berufe mit abgeschlossener Ausbildung. Bewerber befinden sich laut aktueller Randstad-ifo-Umfrage zunehmend in einer stärkeren Verhandlungsposition, während der Stellenabbau nur eine untergeordnete Rolle spielt.
Im Mai 2025 wurden in Deutschland 16 800 Wohnungen genehmigt, 5,3 % weniger als im Vorjahresmonat. Im Zeitraum Januar bis Mai 2025 stieg die Zahl der Baugenehmigungen insgesamt leicht um 1,9 %, insbesondere durch einen kräftigen Zuwachs bei Einfamilienhäusern (+14,3 %).
Von Januar bis Mai 2025 wurden 1,5 Millionen neue Pkw im Wert von knapp 58 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert, ein leichter Zuwachs gegenüber dem Vorjahr. Besonders deutlich stiegen die Ausfuhren von Elektroautos (+25,3 %), während Exporte klassischer Verbrenner rückläufig waren.
Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im Juni 2025 um 1,3 % unter dem Vorjahresniveau, vor allem wegen gesunkener Energiepreise. Gegenüber Mai 2025 stiegen die Preise leicht um 0,1 %, wobei insbesondere Verbrauchs- und Investitionsgüter teurer wurden.
Eine neue Studie des ifo Instituts warnt vor ineffizientem Einsatz staatlicher Mittel beim Breitbandausbau und fordert eine gezieltere Förderung. Demnach hätte in 90 % der geförderten Fälle die Zahlungsbereitschaft der Haushalte ausgereicht, um den Ausbau privat zu finanzieren.
Der reale Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe stieg im Mai 2025 gegenüber dem Vormonat um 0,4 % und lag 4,7 % über dem Vorjahreswert. Treiber waren vor allem der sonstige Fahrzeugbau und die Metallerzeugung, während die Automobilindustrie rückläufige Zahlen verzeichnete.
Tanken hat sich im Vergleich zur vergangenen Woche wieder verbilligt, insbesondere Benzin ist spürbar günstiger. Auch bei Diesel ist ein Rückgang zu verzeichnen, jedoch nicht in dem Ausmaß, der angemessen wäre – insbesondere, wenn man die unterschiedliche Besteuerung berücksichtigt.
Ein „Boomer-Soli“ – eine Solidaritäts-Sonderabgabe auf sämtliche Alterseinkünfte – kann ein wichtiger Baustein zur Stabilisierung des Rentensystems in Deutschland sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Die Abgabe würde gezielt Personen mit hohen Alterseinkünften moderat zur Kasse bitten, um einkommensschwache Rentner*innen zu unterstützen und damit das Risiko für Altersarmut zu reduzieren.
Die Stimmung im Wohnungsbau hat sich im Juni 2025 deutlich verbessert – der ifo-Geschäftsklimaindex erreichte den besten Wert seit fast zwei Jahren. Trotz leichter Entspannung bei Auftragsmangel und Erwartungen bleibt die Lage angespannt, Stornierungen und Finanzierungskosten belasten weiterhin die Branche.
Das Geschäftsklima im Groß- und Produktionsverbindungshandel hat sich im Juni leicht verbessert, bleibt jedoch insgesamt negativ. Trotz vorsichtiger Hoffnung durch staatliche Anreize und steigenden Konsum rechnen viele Unternehmen weiterhin mit Personalabbau.
Laut einer neuen IW-Studie werden in Deutschland bis 2028 rund 768.000 Fachkräfte fehlen – besonders betroffen sind Verkaufs-, Metall- und Erziehungsberufe. Trotz teilweise sinkender Beschäftigung verschärft sich der Mangel, weil altersbedingt viele Beschäftigte ausscheiden und nicht genug Nachwuchs nachkommt.
Nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes könnten bis zu 6,6 Millionen Jobs von der geplanten Mindestlohnerhöhung auf 13,90 Euro zum 1. Januar 2026 betroffen sein – vor allem Frauen, Ostdeutsche und Beschäftigte im Gastgewerbe. Mit der weiteren Anhebung auf 14,60 Euro ab 2027 steigt die Zahl der potenziell betroffenen Jobs auf bis zu 8,3 Millionen.
Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte lagen im Mai 2025 um 2,4 % über dem Vorjahresniveau, wobei pflanzliche Produkte stark billiger (-10,8 %) und tierische deutlich teurer (+11,6 %) wurden. Besonders auffällig waren der Preisverfall bei Speisekartoffeln (-41,3 %) und der Preisanstieg bei Milch (+17,9 %) sowie bei Rindfleisch (+41,6 %).
Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen in Europa sinkt 2025 auf 1,46 Millionen und wird sich laut EUROCONSTRUCT-Prognose frühestens 2026 leicht erholen. Besonders stark ist der Rückgang in Deutschland, wo 2026 voraussichtlich nur noch 185.000 Wohnungen fertiggestellt werden – ein Tiefstand trotz verbesserter Rahmenbedingungen.
Im Juni 2025 wurden in Deutschland 2,4 % mehr Regelinsolvenzen beantragt als im Vorjahresmonat. Besonders betroffen waren im April 2025 die Branchen Verkehr und Lagerei, während die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 11,5 % stieg – bei deutlich geringeren Gläubigerforderungen als im Vorjahr.
Die Großhandelspreise stiegen im Juni 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 %, vor allem wegen deutlich teurerer Nahrungs- und Genussmittel. Besonders stark verteuerten sich Kaffee, Tee und Kakao (+26,2 %) sowie Zucker und Backwaren (+18,2 %), während Brennstoffe und Altmaterialien günstiger wurden.