Aktuelle Meldungen aus Politik, Wirtschaft und Justiz
Die Stimmung unter Selbständigen in Deutschland ist im September deutlich gesunken. Der Jimdo-ifo-Geschäftsklimaindex fiel auf minus 19,8 Punkte. Besonders die Unsicherheit über die Zukunft und der erschwerte Zugang zu Krediten belasten die Selbständigen zunehmend.
Eine Studie des ifo Instituts zeigt: Die Schwäche der Industrie hat das deutsche Wirtschaftswachstum in den letzten Jahrzehnten deutlich gebremst. Vor allem Automobilindustrie, Maschinenbau und industrienahe Dienstleistungen tragen zur Verlangsamung bei.
Eine IW-Studie zeigt: Mieterstrom aus Solarenergie könnte Millionen Haushalte mit günstigem Ökostrom versorgen und ein Drittel des Photovoltaik-Ausbaus bis 2030 decken. Bürokratische Hürden bremsen jedoch den Durchbruch.
35 Jahre nach der Deutschen Einheit ist das Ost-West-Gefälle in Deutschland weitgehend verschwunden. Stattdessen verstärkt sich die Kluft zwischen Metropolen und ländlichen Regionen, während reichere Bundesländer ihren Vorsprung ausbauen.
Das Einkommen von Rentnerinnen und Rentnern in Deutschland ist in den letzten Jahren gestiegen, liegt aber weiter unter dem Niveau der Gesamtbevölkerung. Vor allem Frauen sind von einer deutlichen Rentenlücke betroffen, während immer mehr ältere Menschen Grundsicherung im Alter beziehen.
Die MVI Group Wolfsburg stellt den Betrieb zum 1. Oktober ein, nachdem kein Investor gefunden wurde. Die Insolvenzverwaltung leitet die geordnete Schließung, rund 260 Mitarbeitende sind von Kündigungen betroffen.
Nicht nur auf dem Rohölmarkt, auch beim Benzinpreis herrschte in den vergangenen Wochen weitgehende Ruhe im Vergleich zu den zum Teil deutlicheren Bewegungen in den Monaten zuvor.
Seit der Deutschen Einheit ist die Erwerbstätigkeit von Frauen in Deutschland deutlich gestiegen und hat sich in Ost und West angeglichen. Dennoch bestehen beim Gender Pay Gap und bei den Einkommen weiterhin Unterschiede zwischen den Regionen.
Das kommunale Finanzierungsdefizit ist im ersten Halbjahr 2025 auf 19,7 Milliarden Euro gestiegen. Höhere Ausgaben für Personal, Sozialleistungen und Zinsen sowie stagnierende Gewerbesteuereinnahmen belasten die Gemeinden zunehmend.
Die Inflationsrate in Deutschland lag im September 2025 bei 2,4 Prozent. Besonders Dienstleistungen verteuerten sich, während Energiepreise den Anstieg etwas dämpften.
Im ersten Halbjahr 2025 gingen die Gas- und Strompreise für private Haushalte leicht zurück. Unternehmen zahlten hingegen deutlich mehr für Gas, während die Strompreise für Nicht-Haushalte sanken. Trotz der Entlastung bleiben die Energiekosten weit über dem Vorkrisenniveau.
Die Importpreise in Deutschland gingen im August 2025 erneut zurück, getrieben vor allem durch deutlich günstigere Energie. Während Vorleistungs- und Investitionsgüter ebenfalls billiger wurden, verteuerten sich Konsum- und Agrarprodukte. Die Exportpreise legten im Jahresvergleich leicht zu.
Der Einzelhandelsumsatz in Deutschland ist im August 2025 leicht zurückgegangen. Während Lebensmittelgeschäfte moderate Zuwächse verzeichneten, brach der Online-Handel gegenüber Juli deutlich ein – im Jahresvergleich bleibt er jedoch klar im Plus.
Die Stimmung in der Chemischen Industrie hat sich im September leicht aufgehellt. Der Geschäftsklimaindex stieg auf minus 11,1 Punkte, nach minus 12,1 Punkten im August.
Wenn von Krediten statt von Schulden die Rede ist, erhöht das die Zustimmung der Bevölkerung zu neuen Staatsschulden um 11 Prozent. Ebenso erhöht sich die Bereitschaft der privaten Haushalte in Deutschland, sich zu verschulden, um 18 Prozent. Dies zeigt eine neue Studie des ifo Instituts, die den Einfluss von Sprache auf Einstellungen zu privater und öffentlicher Verschuldung und wirtschaftlichen Entscheidungen in verschiedenen Sprachräumen untersucht.
Das Finanzvermögen des Öffentlichen Gesamthaushalts in Deutschland ist 2024 gesunken. Vor allem Bund und Sozialversicherung verzeichneten deutliche Rückgänge, während die Gemeinden weitgehend stabile Werte meldeten.
Arzneimittelimporte in die USA sollen mit einem 100-prozentigen Zoll belegt werden – sofern die Unternehmen nicht in den USA produzieren. Den Preis könnten am Ende amerikanische Patienten bezahlen. Denn die USA sind stark auf Pharmaimporte etwa aus der EU angewiesen.
Das ifo Institut meldet einen deutlichen Rückgang seines Beschäftigungsbarometers. Unternehmen in Deutschland setzen zunehmend auf Stellenabbau und zurückhaltende Personalpolitik. Besonders Industrie, Handel sowie Transport und Logistik sind betroffen.