Aktuelle Meldungen aus Politik, Wirtschaft und Justiz
Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude in Deutschland stiegen im Mai 2025 um 3,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat und damit ebenso stark wie zuletzt im Februar. Besonders kräftige Preiszuwächse gab es bei Ausbauarbeiten und einzelnen Rohbaugewerken wie Holzbau und Dachdeckungen.
Die Inflationsrate in Deutschland lag im Juni 2025 bei +2,0 % und erreichte damit den niedrigsten Stand seit Oktober 2024, wobei sinkende Energie- und Nahrungsmittelpreise maßgeblich zur Entlastung beitrugen. Gleichzeitig blieben Dienstleistungen als Preistreiber bestehen, während die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat stabil blieben.
Deutschland belegt laut einer aktuellen WIPO-Studie weltweit Platz drei bei Investitionen in immaterielle Vermögenswerte wie Forschung, Software und Marken – hinter den USA und Frankreich. Gleichzeitig zeigt die Studie Schwächen bei Investitionen in materielle Güter wie Infrastruktur und Maschinen, die in Deutschland zuletzt rückläufig waren.
Vor allem ein spürbarer Anstieg des Rohölpreises während der vergangenen Woche hat im selben Zeitraum die Preise an den Zapfsäulen nach oben getrieben. Wie die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland zeigt, kostet ein Liter Super E10 im Schnitt aktuell 1,687 Euro und damit 0,7 Cent mehr als vor einer Woche. Der Dieselpreis hat währenddessen um 1,9 Cent zugelegt und liegt jetzt bei 1,628 Euro.
Das Bundeskartellamt hat in seinem Jahresbericht 2024/25 zentrale Entwicklungen bei der Kontrolle großer Digitalkonzerne, der Kartellverfolgung und Fusionskontrolle vorgestellt. Präsident Andreas Mundt betont die Bedeutung wirksamen Wettbewerbs für Innovation, faire Preise und eine stabile Marktwirtschaft – insbesondere auch im Bereich KI, Fernwärme und dem Mineralölsektor.
Laut ifo Institut würde der Verzicht auf eine Stromsteuersenkung für Privathaushalte das BIP-Wachstum in diesem und dem kommenden Jahr um insgesamt 0,1 Prozentpunkte schmälern. Hinzu kommt ein schwer kalkulierbarer Schaden durch Vertrauensverlust, der die konjunkturelle Erholung zusätzlich belasten könnte.
Wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) in einer heute veröffentlichten Analyse feststellt, ist die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften in Deutschland im Juni leicht gesunken. Im zweiten Quartal 2025 wurden dennoch die Rekordwerte des vorangegangenen Quartals übertroffen und die höchsten Insolvenzzahlen seit 2005 gemessen.
Der Goldbestand der börsengehandelten Inhaberschuldverschreibung Xetra-Gold (ISIN: DE000A0S9GB0) ist im ersten Halbjahr 2025 deutlich gestiegen. Das verwahrte Vermögen erhöhte sich zwischen Januar und Juni um 7,3 Tonnen und lag am 30. Juni bei 173,8 Tonnen. Der Goldpreis hat in diesem Zeitraum neue Höchststände erreicht und lag zum Stichtag 30. Juni bei 90,015 € pro Gramm.
Im Mai 2025 sanken die deutschen Exporte gegenüber dem Vormonat um 1,4 %, die Importe gingen um 3,8 % zurück – gegenüber Mai 2024 stiegen beide leicht. Die Außenhandelsbilanz wies einen Überschuss von 18,4 Mrd. Euro aus, der Handel mit den USA und China entwickelte sich dabei rückläufig, während die Exporte nach Großbritannien deutlich zulegten.
Die öffentliche Verschuldung ist im 1. Quartal 2025 leicht um 0,6 % auf 2,52 Billionen Euro gestiegen, wobei vor allem Länder sowie Gemeinden und Gemeindeverbände mehr Schulden aufnahmen. Während die Bundesverschuldung nahezu stabil blieb, stiegen etwa in Sachsen und Niedersachsen die Schulden deutlich, während Rheinland-Pfalz Schulden abbauen konnte.
Das Geschäftsklima bei Selbständigen und Kleinstunternehmen hat sich im Juni erneut verbessert – insbesondere Dienstleister blicken wieder optimistischer auf ihre Lage. Auch die Unsicherheit über die zukünftige Geschäftsentwicklung nimmt ab, bleibt aber höher als im Durchschnitt der Gesamtwirtschaft.
Das Bundeskartellamt hat sein Verfahren gegen die Deutsche Post AG und die Max-Ventures-Gruppe eingestellt, nachdem beide Unternehmen ihre Verflechtungen im Bereich der Briefkonsolidierung vollständig beendet haben. Damit wurde ein potenziell wettbewerbswidriges Marktverhalten korrigiert und ein wichtiger Impuls für den Wettbewerb im Geschäftskundenbriefmarkt gesichert.
Die US-Zollpolitik belastet die Bundesländer unterschiedlich stark – besonders das Saarland, Niedersachsen und Baden-Württemberg wären laut ifo-Studie von Wertschöpfungsverlusten betroffen. Hamburg hingegen könnte im besten Fall sogar profitieren, abhängig von der weiteren Entwicklung der US-Handelspolitik.
Die Produktion im Produzierenden Gewerbe stieg im Mai 2025 preisbereinigt um 1,2 % gegenüber dem Vormonat, vor allem dank deutlicher Zuwächse in der Auto-, Pharma- und Energiebranche. Rückgänge gab es insbesondere im Baugewerbe und in energieintensiven Industrien, deren Produktion im Jahresvergleich um 4,8 % sank.
ifo-Präsident Clemens Fuest kritisiert den Entwurf des Bundeshaushalts 2025 und die Finanzplanung bis 2029 als wirtschaftspolitisch gefährlich und reformfern. Die Bundesregierung streiche wichtige Investitionen im Kernhaushalt, ersetze sie durch schuldenfinanzierte Ausgaben und versäume nötige Strukturreformen – insbesondere bei der Rente. Trotz wachsender Rüstungsausgaben sieht Fuest keine Ausgabendisziplin und warnt vor steigenden Zinslasten und schwindenden finanziellen Spielräumen.
Der Umsatz im deutschen Dienstleistungssektor blieb im April 2025 gegenüber dem Vormonat stabil, sowohl real als auch nominal. Im Vergleich zum April 2024 stieg der Umsatz preisbereinigt um 0,3 % und nominal um 2,6 %. Zuwächse gab es insbesondere im Grundstücks- und Wohnungswesen, während Bereiche wie Information und Kommunikation rückläufig waren.
Die Zahl der Photovoltaikanlagen in Deutschland ist im März 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 23,7 % auf über 4,2 Millionen gestiegen, der Anteil von Solarstrom an der gesamten Stromerzeugung erreichte 2024 mit 13,8 % einen neuen Höchstwert. Gleichzeitig sind Importe, Exporte und die inländische Produktion von Solarmodulen und -kollektoren deutlich zurückgegangen – insbesondere die Fertigung in Deutschland brach weiter ein. China blieb mit großem Abstand der wichtigste Lieferant für den deutschen Photovoltaikmarkt.
Der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist im Mai 2025 preisbereinigt um 1,4 % gesunken, ohne Großaufträge sogar um 3,1 %. Besonders stark war der Rückgang in der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, während Auslandsaufträge außerhalb der Eurozone zulegten und Konsumgütergewerke leicht wuchsen. Auch der reale Umsatz ging im Mai um 1,9 % gegenüber dem Vormonat zurück.