Aktuelle Meldungen aus Politik, Wirtschaft und Justiz
Die MW GmbH aus Ingolstadt befindet sich in der vorläufigen Insolvenzverwaltung. Der Geschäftsbetrieb läuft weiter, während der Verwalter mögliche Sanierungswege prüft und einen Investorenprozess vorbereitet. Ziel ist die Fortführung des Maschinenbauunternehmens.
Der deutsche Einzelhandel blickt pessimistisch auf das Weihnachtsgeschäft 2025. Laut ifo-Umfrage erwartet fast jeder vierte Betrieb schlechtere Umsätze, während nur wenige auf Verbesserungen hoffen. Besonders negativ fällt die Stimmung im Spielwarenhandel aus, während der Bucheinzelhandel optimistischer bleibt.
Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hat sich im November leicht erholt und steht bei 92,9 Punkten. Im Oktober war der vorherige Aufwärtstrend noch durch ein Absacken auf 91,1 Punkte unterbrochen worden.
Der Rohölpreis ist zwar im Vergleich zur vergangenen Woche spürbar gesunken, doch dies kommt an den Zapfsäulen der Tankstellen bislang kaum an.
Im Insolvenzverfahren der SRG – Schrottservice Ruhr GmbH wurden die Unternehmens-Assets von der KISA GmbH übernommen. Mitarbeiter konnten übernommen werden, der Geschäftsbetrieb läuft weiter. Die Lösung sichert Kunden, Beschäftigte und Gläubiger.
Rund jeder 15. Deutsche über 66 Jahre ist noch erwerbstätig. Eine DIW-Studie zeigt, dass Gesundheit, Ausbildung und vorherige Berufserfahrung die entscheidenden Faktoren für die Erwerbstätigkeit im Alter sind. Ältere tragen bereits heute zur Entlastung des Arbeitsmarktes bei.
Das ifo Beschäftigungsbarometer fällt im November 2025 auf 92,5 Punkte. Viele Unternehmen bauen Personal ab, Einstellungen bleiben selten. Besonders betroffen sind Industrie und Gastgewerbe, während das Baugewerbe leicht aufatmet.
Schokolade kostet deutlich mehr: Im Oktober 2025 lagen die Verbraucherpreise für Schokolade 21,8 Prozent über dem Vorjahreswert. Hauptursachen sind hohe Rohstoffkosten, insbesondere für Kakao, sowie gestiegene Erzeugerpreise. Entlastungen bei Zucker schlagen bislang kaum auf den Einzelhandel durch.
Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist im September um 7,7 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen und liegt real 20,7 Prozent über dem Vorjahreswert. Auch der Umsatz zog an, während Beschäftigung und Branchenauslastung stabil blieben.
Die deutschen Exporterwartungen sind im November auf minus 3,4 Punkte gefallen. Besonders die Automobil-, Nahrungsmittel- und Metallindustrie rechnen mit geringeren Auslandsumsätzen, während einige technische Branchen etwas optimistischer bleiben. Eine nachhaltige Erholung der Exportwirtschaft ist laut ifo weiterhin nicht erkennbar.
Das Bundeskartellamt hat die Übernahme von Alphawave durch Qualcomm freigegeben. Mit der Transaktion will Qualcomm in den Markt für Halbleiter in Rechenzentren eintreten. Die Entscheidung berücksichtigt die hohe Marktdynamik und den internationalen Wettbewerbsdruck.
Deutschland gibt inzwischen mehr Geld in die soziale Sicherung als die nordischen Wohlfahrtsstaaten. Bei Bildung und Investitionen spart die Bundesrepublik dagegen, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).
Die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland hat sich verschlechtert. Der ifo Geschäftsklimaindex sank im November auf 88,1 Punkte, nach 88,4 Punkten im Oktober.
Das Bundeskartellamt verpflichtet die Rethmann-Gruppe erstmals nach § 32f GWB dazu, bestimmte Übernahmen im Entsorgungs- und Glasrecyclingmarkt vorab anzumelden. Grundlage ist eine Sektoruntersuchung, die Risiken für den regionalen Wettbewerb identifiziert hat. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.
Mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen nutzt 2025 Cloud-Services, wie neue Daten von Destatis zeigen. Besonders verbreitet ist Cloud Computing in großen Unternehmen und in der IT-Branche, während Dienstleistungssektoren wie das Gastgewerbe hinterherhinken.
Eine aktuelle ifo-Umfrage zeigt, dass immer mehr deutsche Unternehmen ihre wirtschaftliche Existenz bedroht sehen. Besonders betroffen sind Einzelhandel und Dienstleistungssektor, während Industrie und Baugewerbe leichte Entspannung melden. Hauptursachen bleiben Auftragsmangel, hohe Kosten und bürokratische Belastungen.
Die KAMEI Automotive GmbH in Wolfsburg steht unter vorläufiger Insolvenzverwaltung, der Geschäftsbetrieb wird jedoch fortgeführt. Ziel ist die Restrukturierung des Unternehmens und der langfristige Erhalt der zwölf Arbeitsplätze.
Die GSH Sachsen GmbH sucht Investoren, um den Betrieb in Hartha fortzuführen und Arbeitsplätze zu sichern. Eine teilweise Wiederaufnahme der Produktion bis Anfang 2026 ist vorgesehen, der Investorenprozess steht offen.