Aktuelle Meldungen aus Politik, Wirtschaft und Justiz
Die deutschen Exporte sind im Oktober leicht gestiegen, während die Importe sanken. Der Außenhandelsüberschuss erreichte 16,9 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr bleibt der Außenhandel insgesamt im Plus, mit Schwächen bei den USA und China.
Die Kreiskliniken Dillingen-Wertingen können nach der Gläubigerzustimmung den Betrieb sanieren und ab Januar 2026 wieder eigenständig führen. Das Schutzschirmverfahren soll Ende Januar beendet werden.
In Schwäbisch Gmünd übernimmt die Schaal Apotheken OHG die Central-Apotheke und sichert damit 22 Arbeitsplätze. Insolvenzverwalter Michael Pluta ermöglichte die Fortführung des Betriebs trotz schwieriger Rahmenbedingungen.
Die US-Zölle von 15 Prozent auf EU-Waren wirken sich regional unterschiedlich auf die lokale Wirtschaft aus. Das zeigt eine neue Studie des ifo Instituts zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der US-Zölle für die Landkreise und kreisfreien Städte.
Im Oktober 2025 legte die Produktion im Produzierenden Gewerbe erneut zu. Bau und Maschinenbau entwickelten sich positiv, während die Autoindustrie weniger produzierte. Energieintensive Industrien zeigten ebenfalls leichte Zuwächse.
Deutschlands Stromproduktion lag im 3. Quartal 2025 leicht über dem Vorjahresniveau. Erneuerbare Energien erreichten mit mehr Wind- und Solarstrom neue Bestwerte. Der Importüberschuss im Stromhandel ging deutlich zurück.
Die Insolvenzverfahren der Hüffermann-Gruppe sind eröffnet, zugleich übernimmt die Hagedorn-Gruppe sämtliche Betriebe und Standorte. Über 500 Arbeitsplätze in der Kran- und Schwerlastlogistik bleiben erhalten.
Nach drei Jahren Rezession und Stagnation wächst die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr immerhin leicht um fast ein Prozent, sagt die Konjunkturprognose des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) voraus. Eine echte Trendwende ist jedoch nicht in Sicht.
Im April 2025 lag der Anteil der Niedriglohnjobs in Deutschland bei 16 Prozent, unverändert zum Vorjahr. Besonders betroffen war das Gastgewerbe, während die Lohnspreizung zwischen Gering- und Besserverdienenden stabil blieb.
Der Dienstleistungssektor in Deutschland verzeichnete im September 2025 real ein leichtes Minus von 0,2 Prozent, nominal jedoch ein kleines Plus. Das stärkste Wachstum meldete das Grundstücks- und Wohnungswesen, während die Branche Verkehr und Lagerei rückläufig war.
Im Oktober 2025 ist der Auftragseingang im deutschen Verarbeitenden Gewerbe um 1,5 Prozent gestiegen. Ein Großauftrag im sonstigen Fahrzeugbau sorgte für den Anstieg, während die Auslandsnachfrage schwächer ausfiel. Der Umsatz legte leicht um 0,3 Prozent zu.
Das Bundeskartellamt hat die Übernahme von Akero Therapeutics durch Novo Nordisk freigegeben. Beide Unternehmen forschen an Therapien gegen die fortgeschrittene Fettlebererkrankung MASH. Der Zusammenschluss soll den Innovationswettbewerb nicht einschränken.
Die Friedmann Großkücheneinrichtung GmbH steht kurz vor der Übernahme durch einen Investor. Das Insolvenzverfahren wurde am 1. Dezember eröffnet. Der Geschäftsbetrieb läuft unverändert weiter, rund 30 Mitarbeitende bleiben beschäftigt.
Diehl Defence übernimmt die restlichen 50 Prozent der AIM Infrarot-Module GmbH und erlangt alleinige Kontrolle. Das Bundeskartellamt sieht keine wettbewerblichen Bedenken. Rheinmetall scheidet als Gesellschafter aus.
Das Bundeskartellamt erlaubt die Übernahme der Rubens Gruppe mit dem „Hellweger Anzeiger“ und der „Westfälischen Rundschau“ durch die Ruhr-Nachrichten. Die Behörde sieht keine Beeinträchtigung des Wettbewerbs auf den regionalen Zeitungsmärkten.
Treofan erhält eine Investorenlösung und damit eine Zukunft für den Standort Neunkirchen. Im Rahmen der Sanierung sollen rund 160 Stellen wegfallen, während etwa 280 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Der Vollzug der Übernahme hängt noch von der Freigabe durch die Kartellbehörden ab.
Der ifo-Geschäftsklimaindex legte 2025 nur geringfügig zu und bleibt insgesamt auf niedrigem Niveau. Industrie, Handel und Dienstleistungen melden zwar einzelne positive Signale, aber weiterhin überwiegend negative Erwartungen.
Der Anteil der Kassenabrechnungen an den Praxiseinnahmen ist 2023 auf 67 Prozent gefallen – ein Tiefstand seit 2000. Besonders Fachgebiete wie Dermatologie und Orthopädie verzeichnen hohe Privatumsätze, während Psychotherapien weitgehend kassenfinanziert bleiben.