Aktuelle Meldungen aus Politik, Wirtschaft und Justiz
Die öffentliche Verschuldung Deutschlands stieg im zweiten Quartal 2025 auf 2,554 Billionen Euro. Während der Bund und viele Gemeinden höhere Schulden verzeichneten, konnten mehrere Länder ihre Verbindlichkeiten verringern.
Das Bundeskartellamt hat die Übernahme von CureVac durch BioNTech genehmigt. Die mRNA-Forschungspipelines der Unternehmen überschneiden sich kaum, sodass der Innovationswettbewerb nicht beeinträchtigt wird. Die Fusion erfolgt über einen Aktientausch.
Deutschland wird nur knapp die Hälfte der neuen Schulden für zusätzliche Investitionen verwenden. Das ergab eine aktuelle Umfrage des ifo Instituts unter VWL-Professorinnen und -Professoren in Deutschland. Im Durchschnitt schätzen die Befragten, dass nur rund 47 Prozent des schuldenfinanzierten Sondervermögens „Infrastruktur und Klimaneutralität“ neue Investitionsprojekte finanzieren werden.
Die Inflationsrate in Deutschland lag im September 2025 bei 2,4 Prozent und damit leicht über dem Vormonatswert. Während Dienstleistungen und bestimmte Waren deutlich teurer wurden, schwächte sich der Preisrückgang bei Energie weiter ab. Die Kerninflation blieb mit 2,8 Prozent auf hohem Niveau.
Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft stammt mittlerweile jede siebte Patentanmeldung in Deutschland von Zugewanderten. Besonders stark wächst der Anteil von Erfinderinnen und Erfindern aus Ost- und Südeuropa sowie Indien. Das IW fordert mehr Offenheit und schnellere Verfahren für internationale Fachkräfte.
Der Mietmarkt in deutschen Großstädten spaltet sich zunehmend. Während bei bestehenden Verträgen die Mieten nur moderat zulegten, stiegen die Mieten bei Neuverträgen in den sieben größten deutschen Städten seit 2013 um rund 75 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des ifo Instituts.
Die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen in Deutschland stieg im September 2025 um 10,4 Prozent. Im Juli wurden 13,4 Prozent mehr Unternehmensinsolvenzen als im Vorjahr gemeldet. Besonders betroffen waren der Transportsektor und das Gastgewerbe.
Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte stiegen im August 2025 um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Pflanzliche Erzeugnisse wurden deutlich günstiger, tierische Produkte wie Milch, Eier und Fleisch dagegen teurer.
Die Großhandelspreise in Deutschland stiegen im September 2025 um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders stark verteuerten sich Lebensmittel und Metalle, während Elektronik und Altmaterial günstiger wurden.
Das Bundeskartellamt genehmigt die Übernahme der insolventen Closed Group durch die capital-Home GmbH, Mehrheitseigner von Marc O’Polo. Der Zusammenschluss wurde ohne Wettbewerbsbedenken freigegeben.
Die Baupreise in Deutschland sind im August 2025 weiter gestiegen. Laut Destatis lag der Anstieg im Wohnungsbau bei 3,1 Prozent. Besonders stark verteuerten sich Ausbauarbeiten und Heiztechnik.
Die deutsche Weinernte fällt 2025 besser aus als im Vorjahr. Nach Schätzungen von Destatis steigt die Weinmostmenge auf 8,2 Millionen Hektoliter. Besonders Spätburgunder und Burgundersorten verzeichnen Zuwächse.
Der IWH-Insolvenztrend zeigt für das dritte Quartal 2025 eine der höchsten Insolvenzzahlen seit zwanzig Jahren. Trotz leichter Stabilisierung bleibt die wirtschaftliche Lage angespannt – und viele Arbeitsplätze sind bedroht.
Die deutschen Exporte sind im August 2025 um 0,5 Prozent gesunken, die Importe um 1,3 Prozent. Laut Destatis blieb die Außenhandelsbilanz mit 17,2 Milliarden Euro im Plus. Während die Exporte in die USA stark zurückgingen, stiegen sie nach China und Russland.
Die Stimmung in der deutschen Automobilindustrie hat sich im September deutlich verschlechtert. Laut ifo Institut fiel der Geschäftsklimaindex von minus 15,8 auf minus 21,5 Punkte. Hauptgrund sind pessimistischere Erwartungen der Unternehmen, während die Exportaussichten leicht zulegten.
Das Bundeskartellamt ermittelt gegen Temu wegen möglicher Eingriffe in die Preisgestaltung von Händlern. Die Behörde prüft, ob der Onlinehändler unzulässige Vorgaben macht, die den Wettbewerb auf dem deutschen Markt beeinträchtigen könnten.
Leichte Entspannung an den Zapfsäulen: Wie die wöchentliche ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland zeigt, sind die Preise sowohl für Benzin als auch für Diesel gegenüber der Vorwoche leicht gesunken.
ifo-Präsident Fuest warnt vor massiven Kosten durch das Rentenpaket der Bundesregierung. Die geplante Fortschreibung der Rente auf 48 Prozent ab 2032 könnte den Bundeshaushalt jährlich um rund 15 Milliarden Euro belasten. Experten sehen auch Risiken für jüngere Generationen und das Wirtschaftswachstum.