Aktuelle Meldungen aus Politik, Wirtschaft und Justiz
Die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland hat sich erneut eingetrübt. Der ifo Geschäftsklimaindex sank im Dezember auf 87,6 Punkte, nach 88,0 Punkten im November.
Der Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe ist im Oktober 2025 real um 0,6 Prozent gestiegen. Vor allem Investitionsgüter und der Sonstige Fahrzeugbau stützten die Entwicklung, während die Reichweite der Aufträge bei 7,9 Monaten verharrte.
Die Zahl der Pensionärinnen und Pensionäre im öffentlichen Dienst ist Anfang 2025 leicht gestiegen. Das durchschnittliche Ruhegehalt erhöhte sich auf 3.416 Euro brutto, während sich die frühere Pensionierungswelle im Schuldienst weiter abschwächt.
Heute stimmt das Europäische Parlament über die Vereinfachung der europäischen Lieferkettenrichtlinie (CSDDD) ab. Selbst mit der geplanten Verschlankung werden viele Unternehmen sich aus Entwicklungsländern zurückziehen, wie das Beispiel Deutschland zeigt: Die deutschen Importe aus Entwicklungsländern sind um fast 18 Prozent seit Einführung des deutschen Lieferkettengesetzes zurückgegangen.
Nach dem Insolvenzantrag der LiangDao GmbH hat PLUTA einen strukturierten Investorenprozess gestartet. Ziel ist es, einen Investor zu finden, der die Softwarelösungen für 3D-Sensoren weiterführt und den Geschäftsbetrieb langfristig sichert. Löhne und Gehälter der Beschäftigten sind gesichert.
Das Haushaltsabfallaufkommen in Deutschland ist 2024 erstmals seit 2021 wieder gestiegen. Besonders Bioabfälle und Sperrmüll legten zu, während Wertstoffe stagnierten. Auch die Pro-Kopf-Menge erhöhte sich deutlich.
Der Gender Pay Gap in Deutschland ist 2025 unverändert geblieben. Frauen verdienten pro Stunde durchschnittlich 16 Prozent weniger als Männer, in der Privatwirtschaft deutlich mehr als im öffentlichen Dienst. Auch bereinigt um strukturelle Faktoren bleibt ein Verdienstabstand von 6 Prozent bestehen.
Das ifo Institut meldet eine leichte Verbesserung des Geschäftsklimas im Wohnungsbau, doch die Branche bleibt unter Druck. Auftragsmangel und eine stark gestiegene Zahl von Stornierungen belasten die Perspektiven. Eine spürbare Erholung ist weiterhin nicht in Sicht.
Das Bundeskartellamt genehmigt die Erweiterung des Gemeinschaftsprojekts von Rheinmetall und KNDS für die Entwicklung eines neuen Kampfpanzers. Die Kooperation soll die Anforderungen der Bundeswehr erfüllen und eine Zwischenlösung bis zum deutsch-französischen Hauptkampfpanzer ab 2045 liefern.
Die Vynova Wilhelmshaven GmbH hat Insolvenz angemeldet, Dr. Christian Kaufmann von PLUTA wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Die Gehälter der rund 360 Mitarbeiter sind für drei Monate über das Insolvenzgeld gesichert.
Die Großhandelspreise in Deutschland sind im November 2025 um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Preistreiber waren vor allem Nahrungs- und Genussmittel sowie Nicht-Eisen-Metalle, während Agrarrohstoffe und Altmaterial günstiger wurden.
Trotz steuerlicher Entlastungen müssen viele Haushalte 2026 mit höheren Belastungen rechnen. Steigende Sozialbeiträge und der höhere CO₂-Preis gleichen die Vorteile vielfach aus, besonders für Gutverdienende und Alleinerziehende.
In Deutschland ist die Zahl der Regelinsolvenzen weiter gestiegen. Unternehmensinsolvenzen erhöhten sich in den ersten drei Quartalen 2025 um 11,7 Prozent, Verbraucherinsolvenzen um 8,3 Prozent. Der Verkehrssektor verzeichnet die höchste Insolvenzhäufigkeit.
Die Inflationsrate in Deutschland lag im November 2025 erneut bei 2,3 Prozent. Energie- und Nahrungsmittelpreise wirkten dämpfend, während Dienstleistungen weiterhin Preisdruck erzeugten. Im Monatsvergleich sank das Preisniveau um 0,2 Prozent.
Die Stollberghöfe Erfurt GmbH & Co. KG hat beim Amtsgericht Erfurt ein vorläufiges Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Das Gericht bestätigte das Verfahren und bestellte einen Sachwalter. Ziel ist die eigenverantwortliche Fertigstellung eines Bauprojekts unter gerichtlicher Aufsicht.
Die Nena Apartments Gruppe setzt den Geschäftsbetrieb trotz Insolvenz fort. Vorläufiger Insolvenzverwalter Dr. Florian Linkert startet einen M&A- und Investorenprozess, um eine nachhaltige Sanierung zu ermöglichen.
Das ifo Institut senkt seine Wachstumsprognosen für Deutschland deutlich. 2025 wird nur noch ein Plus von 0,1 Prozent erwartet, für 2026 0,8 Prozent. Strukturprobleme, sinkende Produktivität und Handelshemmnisse belasten die Wirtschaft nachhaltig.
Nach dem Insolvenzantrag der Golfclub Schloss Weitenburg AG läuft der Betrieb weiter. Der vorläufige Insolvenzverwalter sucht Investoren und prüft einen strukturierten Prozess zur Fortführung des Clubs. Eine Entscheidung soll bis Ende Januar 2026 fallen.