Aktuelle Meldungen aus Politik, Wirtschaft und Justiz
Infrastrukturprojekte könnten sich deutlich verteuern, wenn im Zuge des schuldenfinanzierten Sondervermögens die Nachfrage ansteigt. Davor warnte das ifo Institut im Rahmen des ifo Wirtschaftsdialogs.
Der GREIX-Mietpreisindex zeigt für das dritte Quartal 2025 eine weitgehende Stabilisierung der Mieten in Deutschland. Während die Preise nur leicht steigen, sinkt die Vermarktungsdauer auf ein historisches Tief – ein Zeichen für anhaltende Angebotsknappheit trotz abgekühlter Preisdynamik.
In Deutschland stammen viele Beschäftigte in Engpassberufen aus Familien mit Einwanderungsgeschichte. Laut Destatis lag ihr Anteil 2024 in der Schweiß- und Verbindungstechnik bei 60 Prozent, in der Gastronomie bei 54 Prozent. Besonders stark vertreten sind sie in Bereichen mit Fachkräftemangel – deutlich seltener dagegen in Verwaltung, Polizei und Bildungswesen.
Die Plauener Seidenweberei befindet sich in einem Investorenprozess während des planmäßig eröffneten Insolvenzverfahrens. Produktion und Auftragsbearbeitung laufen unverändert weiter, Löhne und Gehälter sind gesichert.
Die Hair Haus GmbH hat ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet, um den Geschäftsbetrieb und rund 320 Arbeitsplätze zu sichern. Die Geschäftsführung bleibt handlungsfähig und wird von erfahrenen Sanierungsberatern unterstützt.
Die Roschmann Glas GmbH bleibt trotz Insolvenz in Gersthofen erhalten. Ein Unternehmen der Ertl Glas AG übernimmt den Betrieb und sichert rund 50 Arbeitsplätze. Die internationalen Tochtergesellschaften arbeiten weiterhin unabhängig.
Die jüngste Befreiung multinationaler US-Unternehmen von wesentlichen Bestimmungen der Globalen Mindeststeuer (GMT) könnte die Wirksamkeit der wegweisenden internationalen Steuerreform schwächen. Zu diesem Ergebnis kommt ein kürzlich veröffentlichter EconPol Policy Brief.
Das deutsche Gastgewerbe hat im August 2025 spürbare Umsatzrückgänge verzeichnet. Sowohl Beherbergung als auch Gastronomie lagen deutlich unter dem Vorjahresniveau.
Trotz hoher US-Zusatzzölle sanken die deutschen Eisen- und Stahlexporte in die Vereinigten Staaten im Jahr 2025 nur leicht. Der Anteil der USA an den Exporten betrug 6,2 Prozent. Rückgänge gab es auch bei den Importen, während Aluminiumlieferungen in die USA stärker zurückgingen.
Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im September 2025 um 1,7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Hauptursache waren niedrigere Energiepreise, während Investitions- und Verbrauchsgüter teurer wurden.
Das Geschäftsklima im deutschen Wohnungsbau hat sich laut ifo Institut im September deutlich verbessert. Trotz der positiven Stimmung bleibt die Auftragslage angespannt und eine echte Trendwende ist noch nicht in Sicht.
Die weltweite Stahlnachfrage stabilisiert sich leicht, Deutschland bleibt jedoch Schlusslicht unter den Industrieländern. Der Verband worldsteel erwartet für 2026 nur eine moderate Erholung. Die Wirtschaftsvereinigung Stahl fordert politische Maßnahmen und Impulse vom kommenden Stahlgipfel.
Nach Ansicht von ifo-Präsident Clemens Fuest sind institutionelle Reformen notwendig, um die Infrastruktur in Deutschland nachhaltig zu verbessern. „Für eine dauerhafte Verbesserung der Infrastruktur in Deutschland wird mehr gebraucht als Geld. Auch der aktuelle Sonderschuldentopf wird nichts daran ändern, dass in politischen Prozessen Ausgaben für die Instandhaltung der bestehenden Infrastruktur tendenziell vernachlässigt werden,“ sagt Fuest.
Von Januar bis August 2025 wurden in Deutschland 7,6 Prozent mehr Neubauwohnungen genehmigt als im Vorjahr. Der Aufwärtstrend bei Einfamilienhäusern hält an, während Zweifamilienhäuser rückläufig sind. Im August stieg die Zahl der Genehmigungen insgesamt um 5,7 Prozent.
Der reale Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe ist im August 2025 um 0,1 Prozent zum Vormonat gestiegen. Die Reichweite der Aufträge erhöhte sich auf 7,9 Monate. Zuwächse im Maschinenbau kompensierten Rückgänge in der Automobilindustrie.
Die Lasten lokaler Gewerbesteuern landen in erheblichem Umfang bei den Eigentümern von Immobilien. Dies zeigt eine neue Studie des ifo Instituts und EconPol Europe. Eigentümer von Grundstücken tragen etwa 26 Prozent der Steuerlasten. Unternehmer schultern zeitweise einen Großteil der Lasten, übertragen diese dann aber zu Teilen.
Immer weniger Menschen in Deutschland können ihre Wohnung aus finanziellen Gründen nicht ausreichend heizen. 2024 betraf dies 6,3 Prozent der Bevölkerung – deutlich weniger als im Vorjahr. Während die Energiepreise insgesamt sanken, verteuerte sich Erdgas im September 2025 leicht um 0,7 Prozent.
Autofahrerinnen und Autofahrer können sich in dieser Woche über leicht gesunkene Kraftstoffpreise freuen. Laut aktueller ADAC Auswertung sind die bundesweiten Durchschnittspreise sowohl für Benzin als auch für Diesel im Wochenvergleich zurückgegangen.