
Wiesbaden, 6. Juli 2026 (JPD). Der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist im Mai 2026 wieder gestiegen. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes lagen die realen, also preisbereinigten, Neuaufträge saison- und kalenderbereinigt um 1,9 Prozent höher als im April 2026. Ohne Großaufträge ergab sich ein Plus von 1,0 Prozent.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat Mai 2025 stiegen die Auftragseingänge kalenderbereinigt um 6,2 Prozent. Für April 2026 wurde der Rückgang gegenüber März 2026 auf 3,2 Prozent revidiert; zuvor war ein Minus von 3,8 Prozent gemeldet worden.
Die positive Entwicklung im Mai wurde vor allem durch den sonstigen Fahrzeugbau getragen. In diesem Bereich, zu dem unter anderem Flugzeuge, Schiffe, Züge und Militärfahrzeuge zählen, lagen die Neuaufträge wegen mehrerer Großaufträge um 85,0 Prozent über dem Vormonatswert. Auch der Maschinenbau mit einem Plus von 3,7 Prozent sowie die Herstellung elektrischer Ausrüstungen mit einem Plus von 5,7 Prozent stützten das Gesamtergebnis.
Dämpfend wirkten dagegen Rückgänge in der Automobilindustrie. Dort sanken die Auftragseingänge um 3,8 Prozent. Auch bei der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen gab es mit minus 7,8 Prozent einen deutlichen Rückgang.
Nach Gütergruppen betrachtet legten die Auftragseingänge im Mai breit zu. Bei Investitionsgütern stiegen sie um 2,2 Prozent, bei Vorleistungsgütern um 1,4 Prozent und bei Konsumgütern um 2,4 Prozent gegenüber dem Vormonat.
Die Auslandsnachfrage erhöhte sich insgesamt um 2,2 Prozent. Besonders stark stiegen die Aufträge aus der Eurozone mit einem Plus von 11,2 Prozent. Dagegen gingen die Bestellungen aus Ländern außerhalb der Eurozone um 3,2 Prozent zurück. Die Inlandsaufträge lagen um 1,3 Prozent höher als im April.
Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich blieb die Entwicklung verhalten. Von März bis Mai 2026 lag der Auftragseingang um 0,2 Prozent niedriger als in den drei Monaten zuvor. Ohne Großaufträge ergab sich allerdings ein Plus von 4,1 Prozent.
Auch der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe stieg im Mai. Er lag saison- und kalenderbereinigt um 1,8 Prozent höher als im Vormonat. Gegenüber Mai 2025 ergab sich kalenderbereinigt ein Zuwachs von 4,2 Prozent.





