Native Instruments aus Insolvenz an Investoren verkauft

Köln, 3. Juli 2026 (JPD). Im Insolvenzverfahren über das Vermögen der wesentlichen operativen Gesellschaften der Native-Instruments-Gruppe hat Insolvenzverwalter Prof. Dr. Torsten Martini von GÖRG den Geschäftsbetrieb der international tätigen Gruppe veräußert. Der Verkauf wurde mit Wirkung zum 1. Juli 2026 vollzogen.

Native Instruments mit Sitz in Berlin zählt mit mehr als 20 Millionen Nutzern zu den bekannten Unternehmen im Bereich digitaler Musikproduktionstechnologie. Nach Angaben des Insolvenzverwalters konnte mit dem Abschluss der Transaktion für sämtliche Kernbereiche der Gruppe eine Fortführungslösung erreicht werden. Zugleich sollen ein Großteil der Arbeitsplätze sowie wesentliche internationale Tochtergesellschaften erhalten bleiben.

Das Amtsgericht Berlin hatte im März, April und Mai 2026 die Insolvenzverfahren über die wesentlichen deutschen Gesellschaften der Gruppe eröffnet und Martini zum Insolvenzverwalter bestellt. Er war bereits seit der Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung im Januar 2026 als vorläufiger Insolvenzverwalter tätig und stabilisierte den Geschäftsbetrieb.

Bereits unmittelbar nach Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung wurde ein strukturierter Investorenprozess eingeleitet. Daran beteiligten sich zahlreiche nationale und internationale Interessenten. Der Investorenprozess wurde von PwC begleitet; die rechtliche Begleitung erfolgte durch ein GÖRG-Team um die Partner Dr. Christian Wolf und Dr. Christoph Janssen.

Mit dem Vollzug der Transaktion übernimmt die US-amerikanische inMusic Brands den Geschäftsbetrieb der drei deutschen Gesellschaften von Native Instruments sowie Tochtergesellschaften in Großbritannien, Hongkong und eine der beiden US-Gesellschaften. Eine weitere US-Gesellschaft, iZotope, wurde von der US-amerikanischen Artel Software Inc. übernommen.

inMusic mit Sitz in Cumberland im US-Bundesstaat Rhode Island ist ein Unternehmen im Bereich Musiktechnologie. Zum Markenportfolio gehören unter anderem Akai Professional, Moog Music, Numark und Rane. Artel Software gehört zu BorisFX, einem Entwickler von Plug-ins für visuelle Effekte, Videobearbeitung, Fotografie und Audio mit Sitz in Miami.

Das GÖRG-Team um Dr. Christian Wolf und Dr. Christoph Janssen beriet den Insolvenzverwalter bei der Strukturierung der Transaktion, der Koordinierung der Übertragung ausländischer Tochtergesellschaften in den USA, Großbritannien und Hongkong sowie bei Umsetzung und Abschluss des Verkaufsprozesses. Zum Team gehörten außerdem unter anderem Dr. Axel Dahms, Dr. Markus Heider, Johannes Bitter-Suermann, Michael Winkelhog, Dr. Matthias Terlau, Katharina Meeser, Jannik Gesekus, Nico Reisener und Lena Lämmchen.

Auf Seiten der Insolvenzverwaltung waren neben Prof. Dr. Torsten Martini auch Oliver Dankert, Dr. Nele Maria Herbold und Johannes Lenzinger eingebunden. Zu Fragen des US-amerikanischen und englischen Rechts beriet Spencer West US LLP, zu Fragen des chinesischen Rechts Zhong Lun Law Firm LLC.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner