Aktuelle Meldungen aus Politik, Wirtschaft und Justiz
Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf zur Digitalisierung von Immobilientransaktionen beschlossen. Der digitale Datenaustausch zwischen Notaren, Behörden und Gerichten soll Verfahren beschleunigen und jährlich Millionen einsparen.
Die Bundesregierung beschließt die Digitalisierung der Zwangsvollstreckung, um Verfahren schneller, effizienter und kostengünstiger zu gestalten. Künftig sollen alle Dokumente elektronisch übermittelt werden, wovon Gerichte, Anwälte und Behörden profitieren.
Das Bundesinnenministerium hat den Verein „Muslim Interaktiv“ verboten und dessen Vermögen beschlagnahmt. In Hamburg, Berlin und Hessen fanden Durchsuchungen statt. Laut BMI verfolgt die Gruppe verfassungsfeindliche Ziele und hetzt gegen Israel.
Im RTL/ntv-Trendbarometer bleibt die AfD mit 26 Prozent stärkste politische Kraft in Deutschland. Die Union verliert einen Punkt und kommt auf 24 Prozent. Die SPD legt zwar leicht zu (+1 %), bleibt mit 14 Prozent aber weiterhin im unteren Bereich. Grüne (12 %), Linke (12 %), FDP (3 %) und das BSW (3 %) verharren auf Vorwochen-Niveau.
Im Innenausschuss des Bundestags haben Experten die geplante Anpassung des deutschen Rechts an das Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS) teils begrüßt, teils scharf kritisiert. Befürchtet werden Überlastung der Behörden, Einschränkungen von Freiheitsrechten und Umsetzungsprobleme.
Das Lagebild „Organisierte Kriminalität Niedersachsen 2024“ zeigt hohe Erfolge bei Vermögensabschöpfung und Zerschlagung krimineller Netzwerke. Schwerpunkt bleibt der internationale Rauschgifthandel, ergänzt durch Cybercrime und verschlüsselte Kommunikation.
Mecklenburg-Vorpommerns Justizministerin Jacqueline Bernhardt will den Schwangerschaftsabbruch aus dem Strafrecht lösen. Auf der JuMiKo in Leipzig bringt sie einen Beschlussvorschlag ein, der die Bundesjustizministerin zur Prüfung einer Reform des § 218 StGB auffordert.
Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist im Oktober leicht gesunken, bleibt aber höher als im Vorjahr. Die Nachfrage nach Arbeitskräften schwächt sich weiter ab. Kurzarbeit und Unterbeschäftigung deuten auf eine anhaltend fragile Lage am Arbeitsmarkt hin.
Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland blieb im September 2025 nahezu unverändert, während die Arbeitslosigkeit weiter zunahm. Laut Destatis sank die Beschäftigung im fünften Monat in Folge leicht, die Erwerbslosenquote stieg auf 3,9 Prozent.
Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf zur Reform der Vaterschaftsanfechtung beschlossen. Die Neuregelung setzt ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts um, stärkt die Rechte leiblicher Väter und stellt das Kindeswohl in den Mittelpunkt familiengerichtlicher Entscheidungen.
Das Bundeskabinett hat die Fünfte Mindestlohnanpassungsverordnung verabschiedet. Der gesetzliche Mindestlohn steigt zum 1. Januar 2026 auf 13,90 Euro und zum 1. Januar 2027 auf 14,60 Euro pro Stunde.
Der Deutsche Anwaltverein fordert, den Anwaltszwang ab 5.000 Euro Streitwert beizubehalten, auch wenn die Zuständigkeit der Amtsgerichte ausgeweitet wird. Ohne anwaltliche Vertretung drohe eine Benachteiligung von Verbraucherinnen und Verbrauchern und eine zusätzliche Belastung der Justiz.