Bundeswehr wächst auf 186.700 Soldaten – Bewerbungen steigen um 26 Prozent

Berlin, 17. August 2026 (JPD). Die Bundeswehr ist zum Stichtag 31. Juli 2026 auf rund 186.700 Soldatinnen und Soldaten gewachsen. Damit erreicht die militärische Personalstärke einen neuen Höchststand seit rund 13 Jahren und liegt innerhalb des für 2026 angestrebten Korridors von 186.000 bis 190.000 Soldaten.

Gegenüber Juli 2025 erhöhte sich die Gesamtstärke nach Angaben der Bundeswehr um mehr als zwei Prozent beziehungsweise rund 3.700 Soldatinnen und Soldaten. Allein gegenüber Juni 2026 kamen rund 1.500 hinzu. Ein Grund dafür ist, dass der 1. Juli zu den Haupteinstellungsterminen für Offizierinnen und Offiziere in den Teilstreitkräften und im Unterstützungsbereich zählt.

Deutlich gestiegen ist auch die Zahl der Bewerbungen. Bis Ende Juli registrierte die Bundeswehr rund 47.300 Bewerbungen für militärische Laufbahnen. Das waren 26 Prozent mehr als im Vorjahresmonat und 6.800 mehr als Ende Juni.

Die Zahl der Neueinstellungen lag bei rund 15.400 und damit zwölf Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats. Gegenüber Juni erhöhte sie sich um rund 4.500.

Im Rahmen des Neuen Wehrdienstes dienen derzeit rund 12.100 Freiwillig Wehrdienstleistende und kurzdienende Soldatinnen und Soldaten auf Zeit in der Bundeswehr. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg um rund sechs Prozent.

Zusätzliche Interessenten gewinnt die Bundeswehr über den Fragebogen zur Wehrerfassung. Bis zum 31. Juli waren nach Angaben der Streitkräfte insgesamt rund 378.000 Anschreiben verschickt worden, darunter rund 194.000 an Männer und rund 184.000 an Frauen sowie Personen anderen Geschlechts.

Innerhalb der vorgesehenen Fristen antworteten rund 96 Prozent der angeschriebenen Männer sowie rund vier Prozent der Frauen und Personen anderen Geschlechts. Die durchschnittliche Interessenbekundung lag bei beiden Gruppen bei etwa fünf auf einer Skala von eins bis zehn.

Bis Ende Juli absolvierten rund 2.630 der über den Fragebogen gewonnenen Interessenten ein Assessment. Das waren rund 35 Prozent mehr als einen Monat zuvor. Nach erfolgreichem Auswahlverfahren konnten bislang 865 Bewerberinnen und Bewerber für Verwendungen in unterschiedlichen Laufbahnen eingeplant werden. Davon entfallen 824 auf das Jahr 2026 und bereits 41 auf das Jahr 2027. Gegenüber dem Vormonat erhöhte sich die Zahl der Einplanungen um rund 33 Prozent.

Nach Angaben der Bundeswehr handelt es sich bei den über den Fragebogen gewonnenen Bewerbern um zusätzliche Personalgewinne neben den regulären Maßnahmen zur Nachwuchsgewinnung. Parallel werde die flächendeckende Musterungsorganisation weiter aufgebaut.

Die Bundeswehr geht angesichts der Entwicklung bei Bewerbungen, Einstellungen und Gesamtstärke davon aus, dass sich der Personalaufwuchs bis zum Jahresende trotz saisonaler Schwankungen fortsetzen wird.

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