Investorenlösung für PICARD: Geschäftsbetrieb wird fortgeführt

Obertshausen, 01.10.2026 (JPD) – Für den Lederwarenhersteller PICARD ist eine Investorenlösung gefunden worden. Martin Picard hat mit Zustimmung des Gläubigerausschusses die wesentlichen Vermögenswerte der PICARD Lederwaren GmbH & Co. KG und der PICARD Leathergoods Retail GmbH & Co. KG übernommen. Die Geschäftsbetriebe werden in zwei neu gegründeten Gesellschaften fortgeführt.

Die Übernahme erfolgte zum 1. Oktober 2026. Martin Picard führt die Picard Leathergoods GmbH und die Picard Retail GmbH künftig als alleiniger Geschäftsführer. Insgesamt bleiben nach Angaben der Beteiligten 90 Arbeitsplätze erhalten.

Fortgeführt werden der Standort in Obertshausen einschließlich Outlet-Store sowie die Marken-Stores an den Flughäfen Frankfurt am Main und München. Künftig soll insbesondere das Online-Geschäft weiter ausgebaut werden. Daneben will PICARD weiterhin den stationären Handel beliefern.

Die bisherigen PICARD-Gesellschaften hatten Mitte Juni 2026 beim Amtsgericht Offenbach am Main Sanierungsanträge in Eigenverwaltung gestellt. Die Verfahren wurden Anfang September eröffnet. Zur Sachwalterin war Rechtsanwältin Nadja Raiß von K&L Gates bestellt worden.

GÖRG begleitete die Eigenverwaltung seit Mitte Juni mit den Partnern Holger Rhode und Dr. Raul Taras als Chief Insolvency Officers. Als Chief Restructuring Officer war Thomas Montag von Montag & Montag tätig.

PICARD wurde 1928 in Obertshausen gegründet und produziert und vertreibt insbesondere Taschen und Accessoires.

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