
Schwerin, 10. September 2026 (JPD) Zehn Tage vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern liegt die AfD in einer neuen ARD-Vorwahlumfrage fünf Prozentpunkte vor der SPD. Wenn bereits am kommenden Sonntag gewählt würde, käme die AfD auf 38 Prozent und damit drei Punkte mehr als in der Vorwoche. Die SPD erreicht 33 Prozent und verbessert sich um einen Punkt.
Die CDU kommt in der Erhebung von infratest dimap auf sieben Prozent und verliert einen Punkt gegenüber der Vorwoche. Die Linke erreicht neun Prozent, die Grünen fünf Prozent. Das BSW liegt unverändert bei vier Prozent und damit unterhalb der Mandatsschwelle. Alle übrigen Parteien kommen zusammen ebenfalls auf vier Prozent.
AfD deutlich über Ergebnis von 2021
Bei der Landtagswahl 2021 hatte die AfD 16,7 Prozent erreicht. Die SPD kam damals auf 39,6 Prozent, die CDU auf 13,3 Prozent, die Linke auf 9,9 Prozent und die Grünen auf 6,3 Prozent. Das BSW tritt 2026 erstmals bei einer Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern an.
Die Umfrage stellt ausdrücklich keine Prognose des Wahlergebnisses dar, sondern bildet die politische Stimmung während des Erhebungszeitraums ab. Zehn Prozent der Wahlberechtigten geben an, dass sich ihre Parteipräferenz bis zum Wahltag noch ändern könnte. Für 74 Prozent steht die Wahlentscheidung nach eigener Aussage fest, während 16 Prozent zur Nichtwahl tendieren oder noch keine Parteipräferenz erkennen lassen.
Schwesig bei Direktwahl klar vor Holm
Bei einer hypothetischen Direktwahl des Ministerpräsidenten würden sich 59 Prozent für Amtsinhaberin Manuela Schwesig von der SPD entscheiden. AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm erreicht 28 Prozent. 13 Prozent äußerten keine Präferenz.
Mit der Arbeit Schwesigs sind 58 Prozent der Befragten sehr zufrieden oder zufrieden, 36 Prozent weniger oder gar nicht zufrieden. Holm erreicht einen Zufriedenheitswert von 27 Prozent. Ebenfalls 27 Prozent zeigen sich mit der Arbeit der stellvertretenden Ministerpräsidentin und Bildungsministerin Simone Oldenburg von der Linken zufrieden.
Auch bei der Frage nach der Führung der nächsten Landesregierung liegt die SPD vorn. 55 Prozent wünschen sich eine SPD-geführte Landesregierung, 32 Prozent eine Führung durch die AfD. Unter den Anhängern der Grünen sprechen sich 94 Prozent, bei der Linken 92 Prozent und bei der CDU 75 Prozent für eine SPD-geführte Regierung aus.
Für die repräsentative Vorwahlumfrage befragte infratest dimap vom 7. bis 9. September 2026 insgesamt 1.556 Wahlberechtigte in Mecklenburg-Vorpommern per Telefon und online. Die statistische Schwankungsbreite liegt je nach Anteilswert bei zwei bis drei Prozentpunkten.






