28-Jähriger soll IS-Propagandamaterial online verbreitet haben – Anklage erhoben

Berlin, 10. Juni 2026 (JPD) Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin hat Anklage gegen einen 28 Jahre alten Mann wegen des Verdachts des Verbreitens von Propagandamitteln terroristischer Organisationen erhoben. Dem Angeschuldigten wird vorgeworfen, zwischen Dezember 2023 und Oktober 2024 über einen Social-Media-Account IS-Propaganda verbreitet zu haben. Über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheidet nun die Staatsschutzkammer des Landgerichts Berlin I.

Nach den Ermittlungen soll der Mann insgesamt neun Videos auf einer Plattform mit mehr als 400 Abonnenten veröffentlicht haben. Diese Videos seien mit sogenannten Naschids des sogenannten Islamischen Staats unterlegt gewesen. Der Angeschuldigte habe sich zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert.

Naschids sind gesungene, instrumentalbegleitungsfreie Lieder, die im jihadistischen Kontext als Kampflieder zur emotionalen Bindung und politischen Mobilisierung eingesetzt werden. Sie werden häufig von Medienstellen terroristischer Organisationen verbreitet und im Rahmen entsprechender Propaganda genutzt.

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