
Berlin, 10. Juni 2026 (JPD) Der Richterwahlausschuss hat am Mittwoch insgesamt 13 neue Bundesrichterinnen und Bundesrichter gewählt. Zwölf von ihnen wechseln an den Bundesgerichtshof (BGH), eine Richterin an das Bundesverwaltungsgericht. Für den Bundesfinanzhof, das Bundesarbeitsgericht und das Bundessozialgericht standen diesmal keine Wahlen an.
Zu Richterinnen und Richtern am Bundesgerichtshof wurden Dr. Karin Angerer, Dr. Daniel Fitterer, Gregor Herb, Dr. Katharina Hidding, Daniela Kirchhof, Dr. Maike Reershemius-Schulz, Dr. Alexander Reichenbach, Annett Schulze, Dr. Alexander Strafner, Dr. Petra Volke, Dr. Stefanie Wentzell und Dr. Jana Christina Zapf gewählt. Für das Bundesverwaltungsgericht wählte der Ausschuss Dr. Stefanie Killinger.
Erfahrene Juristinnen und Juristen wechseln an den Bundesgerichtshof
Unter den Gewählten befinden sich mehrere Richterpersönlichkeiten mit langjähriger Erfahrung in Justizverwaltung, obergerichtlicher Rechtsprechung und Bundesinstitutionen. Die bisherige Präsidentin des Oberlandesgerichts Bamberg, Dr. Karin Angerer, wechselt ebenso nach Karlsruhe wie der Richter am Oberlandesgericht München, Dr. Alexander Strafner. Angerer war zuvor unter anderem im Bayerischen Justizministerium und als Leiterin des Landesjustizprüfungsamtes tätig, Strafner arbeitete bereits als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bundesgerichtshof.
Mit Annett Schulze zieht zudem eine Richterin aus Brandenburg an das höchste deutsche Zivil- und Strafgericht ein. Die Richterin am Brandenburgischen Oberlandesgericht war zuvor Direktorin des Amtsgerichts Bad Freienwalde und gehört seit 2022 dem 5. Zivilsenat des Oberlandesgerichts an. Auch Thüringen stellt künftig einen Bundesrichter: Der bisherige Direktor des Amtsgerichts Altenburg, Dr. Alexander Reichenbach, wurde ebenfalls in den Bundesgerichtshof gewählt.
Aus Nordrhein-Westfalen wurden mit Dr. Katharina Hidding vom Oberlandesgericht Hamm und Dr. Petra Volke vom Oberlandesgericht Köln zwei weitere Richterinnen gewählt. Beide verfügen über Erfahrung als wissenschaftliche Mitarbeiterinnen an obersten Bundesgerichten. Hidding ist derzeit an das Bundesverfassungsgericht abgeordnet, Volke war neben ihrer Tätigkeit am Oberlandesgericht unter anderem am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte sowie am Bundesverfassungsgericht tätig.
Der Richterwahlausschuss entscheidet in geheimer Abstimmung mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Ihm gehören die 16 für die Justiz zuständigen Landesministerinnen und Landesminister sowie 16 vom Bundestag gewählte Mitglieder an. Den Vorsitz führte Bundesjustizministerin Dr. Stefanie Hubig, die jedoch nicht stimmberechtigt ist.





