Aktuelle Meldungen aus Politik, Wirtschaft und Justiz
Der Bundesgerichtshof hat die Revision eines wegen Totschlags verurteilten Angeklagten verworfen und das Urteil des Landgerichts Hamburg damit rechtskräftig bestätigt. Der Mann hatte im Jahr 2013 seine Geliebte getötet und die Leiche in einem Kanal versenkt; erst 2023 wurden Überreste der Frau entdeckt.
Hessens Justizminister Christian Heinz hat am gestrigen Dienstag Christina Forster zur Präsidentin des Amtsgerichts Kassel ernannt. Ihr wird das Amt zum 15. August 2025 übertragen.
Der Hessische Verwaltungsgerichtshof hat die Beschwerde eines Grundstückseigentümers gegen eine Nutzungsuntersagung der Stadt Kassel zurückgewiesen. Die sofort vollziehbare Untersagung betrifft unter anderem das Wohnen in Bau- und Zirkuswagen auf dem Grundstück, für die keine Baugenehmigung vorliegt.
Die Zahl der Überwachungsmaßnahmen nach der Strafprozessordnung ist im Jahr 2023 leicht gestiegen, insbesondere bei der Verkehrsdatenerhebung (§ 100g StPO) und den Abfragen von Nutzungsdaten (§ 100k StPO), während Maßnahmen wie die Online-Durchsuchung (§ 100b StPO) selten blieben. Hauptgrund für Telekommunikationsüberwachungen war wie in den Vorjahren meist der Verdacht auf Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz.
Rechtsanwalt Peter Lungerich aus Köln bleibt Präsident des Anwaltsgerichtshofs des Landes Nordrhein-Westfalen. Minister der Justiz Dr. Benjamin Limbach hat dem 66-Jährigen heute die Urkunde über seine Wiederbestellung zum Präsidenten des Anwaltsgerichtshofs übergeben.
Die Verurteilung des ehemaligen, inzwischen in den Ruhestand versetzten Oberbürgermeisters der Stadt Halle Dr. W. wegen falscher uneidlicher Aussage ist rechtskräftig.
Ein Berliner scheiterte mit einem Eilantrag gegen die temporäre Sperrung des Friedrich-Ebert-Platzes in Sitzungswochen des Bundestags. Das Verwaltungsgericht Berlin sah ihn durch die Maßnahme nicht in eigenen Rechten verletzt.
Die Bahn scheitert endgültig mit ihrer Klage gegen das Land und die Stadt Stuttgart auf Übernahme zusätzlicher Milliardenkosten für das Projekt Stuttgart 21. Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg bestätigte, dass es keinen Anspruch auf eine Vertragsanpassung über den vereinbarten Finanzierungsrahmen hinaus gibt.
Das Verwaltungsgericht Trier hat entschieden, dass die Knieverletzung eines Berufsfeuerwehrmanns beim Dienstsport kein Dienstunfall war, da sie wesentlich auf eine bereits bestehende Vorschädigung zurückzuführen ist. Der Zusammenhang zwischen dem Ereignis und dem Dienst sei damit nicht gegeben, weil das Unfallereignis lediglich eine Gelegenheitsursache darstelle.
Die Stadt Köln darf eine Platane am Bahnhof Belvedere in Müngersdorf vorerst nicht fällen. Dies hat das Verwaltungsgericht Köln mit Beschluss vom heutigen Tag entschieden und damit dem BUND im Eilverfahren Recht gegeben.
Der 2. Strafsenat des OLG München hat einen Klageerzwingungsantrag im Zusammenhang mit der Tötung einer Patientin in einer psychiatrischen Klinik als unzulässig verworfen. Der Antrag genügte weder den formellen noch den materiellen Voraussetzungen, insbesondere fehlte es an der Darlegung eines konkreten strafbaren Verhaltens des Klinikpersonals.
Das Verwaltungsgericht Augsburg hat eine Allgemeinverfügung des Landratsamts Oberallgäu zum Biberabschuss vorläufig gestoppt und dem Eilantrag des Bund Naturschutz stattgegeben. Nach Ansicht des Gerichts bestehen erhebliche rechtliche Zweifel an der Bestimmtheit und Reichweite der Verfügung.